Amphitheater

Amphitheater

by Dominique

Translated by Andreas

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Commitment

Der Anblick Ihrer Silhouette im Amphitheater der Universität zog meinen Blick an.. Zwischen all diesen Studenten faszinierte mich dieses Mädchen besonders. Ihre reservierte Haltung, Ihr offensichtlicher Anstand. Ihr Verhalten, Erscheinung und Kleidung zeigten eine außergewöhnliche Klasse: Hochhackige Schuhe, ihre von schwarzen Nylons umhüllten langen Beine, auf Kniehöhe unter einem weißen Rock verschwindend. Ihr schöner Busen durch einen grauen Kaschmirsweater und einer darunter getragenen Seidenbluse mit hohem Kragen, welcher durch ein eindrucksvolles Perlenhalsband betont wurde, bedeckt. Ein Kopftuch verbarg ihr volles Haar und ließ nur das Oval ihres Gesichtes erblicken. Sophie Martin war mein, und ich war außerordentlich stolz. Es war genau einen Monat her, daß mir diese einundzwanzigjährige Frau ihre Liebe gestand. Und seit diesem Zeitpunkt lebten wir in einer perfekten romantischen Beziehung. Gut, soweit perfekt. Allerdings gab es folgendes Problem: Ich, als nicht gebürtiger Franzose hatte in sechs Monaten, also nach Beendigung meines Studiums, in mein Heimatland zurückzukehren. Eine weitere Schwierigkeit war mein familiärer Hintergrund. Da ich als Sohn einer ebenso reichen wie konservativen Familie in einem der Golfemirate geboren wurde, sind in meinem Land Frauen, sobald sie die Pubertät erreicht haben, versteckt und haben noch nicht einmal die Erlaubnis in der Öffentlichkeit zu sprechen.

Ich befürchtete ihre Reaktion, wenn ich meine Herkunft ihr gegenüber aufdecken würde. Zunächst sagte ich ihr, daß ich züchtig angezogene Frauen mögen würde. Lächelnd stimmte sie meinen Vorschlägen zu und bedeckte ihr hübsches blondes Haar mit einem schwarzen Seidenschal. Und während ich lächelnd ihr schönes Gesicht betrachtete, versuchte ich, die Haarspitzen beiseite schiebend, ihren Kopf so gut als möglich zu bedecken.

An diesem Abend gingen wir aus und zu meiner Überraschung – und Freude – trug sie ein züchtiges schwarzes, die Knie bedeckendes Kleid und trug einen Schal aus schwarzem Musselin, der ihr blondes Haar geschickt verdeckte. Ich umschloß ihre Lippen zärtlich mit meinem Kuß , “Ich liebe Dich” tat sie kund, “Ich gehöre zu Dir, Djamal.” “Hör mal Liebling,” antwortete ich, “Ich hätte es Dir schon sagen sollen, aber weiß Du, daß die Frauen in meinem Land keinerlei Rechte haben und den Schleier tragen müssen?”

“Ich weiß und würde es gerne ebenso machen. Ich liebe Dich Djamal und das Tragen des Schleiers wird mich unsere Liebe nicht aufgeben lassen. Wenn Du es von mir verlangst, bin ich bereit ihn zu tragen.” Erschüttert durch diesen Akt der Hingabe bat ich sie gut darüber nachzudenken, da ihre Verschleierung eine unabänderliche und sehr ernste Entscheidung sein würde. Ich gab ihr einen Monat Bedenkzeit. Für diesen Zeitraum bat ich sie nur einen Schal umzulegen um ihr Haar zu verbergen.

—-

* Heute ist der große Tag und ich gehe zu Sophie. Sie hat mich gesehen und errötet unter dem Ausschnitt ihres Tuches.

“So mein Liebling, bist Du Dir Deiner Wahl sicher?”

“Ja Djamal! Ich werde Deine Frau sein und werde verschleiert leben. Nichts und niemand wird meine Überzeugung ändern. Ich gehöre Dir. Mein Gesicht gehört meinem Ehemann.”

Wie sie diese Worte sagt, küsste ich sie und drücke sie fest an mich. “Heute abend werden wir das Flugzeug in die Emirate nehmen, Liebling – in dieser Tasche findest Du etwas Anständiges zum anziehen. Mache Dich mit Deinem neuen Leben und seinen Verhaltensregeln vertraut mein Liebling. Zieh´ Dich an und erwarte mich. Ich werde schnell zurück sein meine Liebe!”

Sophie nahm die Tasche und rief ein Taxi. Als sie in ihr Apartment zurückgekehrt war öffnete sie den Beutel und nahm Stück für Stück die Elemente ihrer neuen Kleidung heraus. Schwarz, alles war schwarz. Schwarz war der knöchellange Rock; schwarz waren die Strümpfe und die Handschuhe; schwarz der Schal, auch schwarz aber überraschender, die Schuhe mit hohen, senkrechten Absätzen. Und das letzte Schwarze war der riesengroße, allesumhüllende Mantel. Sophie zog ihre alten Schuhe und Strumpfhosen aus und ersetzte sie durch die schwarzen Strümpfe und die schwarzen High-Heels. Dann ließ sie den schwarzen Rock darüberfallen und schlüpfte in die schwarzen Seidenhandschuhe. Danach wurde ihr Haar geordnet und unter dem schwarzen Tuch verborgen und schließlich versank sie unter dem finsteren Faltenwurf der schwarzen Abayah. Bereit für ihr neues Leben fieberte sie der Rückkehr Djamals entgegen.

—-

Ich hatte meine Eltern informiert, daß ich am nächsten Tag heimkehren und ihnen meine Verlobte vorstellen würde. Sophie erwartete mich zitternd hinter der Tür. “Endlich! Ich war so besorgt Djamal!” sagte sie als ich hereinkam. “Bereite Dich vor Sophie. Noch diesen Abend nehme ich Dich mit mir in mein Land.”

“Ich bin fertig Djamal.”

“Nein, Sophie, bist Du nicht. Du bist nackt,” antwortete ich. “In meinem Land bedecken die Frauen ihr Gesicht vollständig und sprechen niemals mit einem anderen Mann als ihrem Vater oder ihrem Ehemann. Hier sind die fehlenden und wesentlichen Teile Deiner künftigen Kleidung. Da ich bis jetzt noch nicht Dein Ehemann bin, darfst Du mich nicht den Klang Deiner Stimme hören lassen, da dies nicht angemessen ist. Und um es zu erleichtern, schlage ich vor Deinen Mund bis zu unserer Ankunft zu versiegeln.”

“Du willst mich knebeln, Djamal?”

“Ja Sophie.”

Sie lächelt. “Oh, das ist romantisch! Es sieht gerade wie eine Entführung aus!”

“Vor Deiner Verhüllung möchte ich Dich vor eine Wahl stellen, Dein Gesicht und Deine Augen werden durch diesen Schleier bedeckt sein, aber es gibt ebenfalls die alte Sitte in meinem Land, daß einer Braut nicht einmal ein flüchtiger Blick auf eine männliche Person erlaubt ist, ehe sie nicht verheiratet ist. Bist Du damit einverstanden eine Augenbinde unter Deinem Gesichtsschleier zu tragen?” “Ja mein Liebling! Ich verspreche Dir, niemals mehr einen anderen Mann anzuschauen. Schließe meine Augen, verbinde sie fest!”

Ich nahm einen Schal aus dichter schwarzer Seide, faltete ihn dreilagig und, einen Knoten hinter ihrem hübschen Kopf bindend, verdeckte ich ihre Augen. Dann zupfte ich ihn wieder und wieder zu ihrer Nasenspitze.

“Weit aufmachen Sophie!” Wies ich an. Sophie öffnet ihren Kiefer, ihre rotbemalten reizenden Lippen, bis zum Maximum. Vorsichtig aber mit Nachdruck schob ich die Strümpfe hinein, steckte sie unter ihre Zunge um dann den Rest ihres Mundes mit ihrem Höschen zu füllen. Schließlich sicherte ich ihren Knebel mit einem Schal aus schwarzem Musselin den ich in ihrem Nacken, über dem schwarzen Tuch das ihr Haar bedeckte, festband.

“Kannst Du atmen Sophie?” Fragte ich.

Sie nickte. Ich ergriff den Gesichtsschleier und drapierte ihn über ihr Gesicht. Es war eine, das Gesicht bedeckende, schwarze Seidenmaske, welche nur zwei schmale Schlitze für Sophies nunmehr blinde Augen freiließ. Zwei Lagen schwarzer Seide fallen von oben herab und verhüllen nun auch diese dünnen Schlitze, jeden Hinweis auf ihr hübsches, aber von nun an verbotenes, Gesicht verbergend. “Sophie,” sagte ich, “Du bist nun eine anständige und würdige Frau. Aber es fehlt noch ein Detail zur perfekten Übereinstimmung mit der Lebensweise meines Landes. Es ist nicht richtig, daß eine junge Frau andere Männer hören kann.” Ich nahm zwei Ohrstöpsel die ich in ihre Ohren einführte, sie ihres Gehörs beraubend und vor äußeren Versuchungen schützend. Und ich küsste ihren geknebelten Mund durch ihren Schleier. Ich fühlte wie ihre Lippen die meinen suchten…

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