Das Leben Geht Weiter

 

Das Leben geht weiter

von Janet

371 Lemon Circle.

Read this story translated to English: Life Goes On

Vorwort

Diese Geschichte ist die Fortsetzung von “Internetfreundinnen”. Es geht weiter im Leben der Familie. Zu Beginn der Geschichte leben sie in ihrem Haus. Die Eltern Faid und Miriam und die beiden Töchter Yasmin und Aysha. Ayshas Weg von ihrem Leben in Deutschland in dem sie Silke gerufen wurde bis in Faids Haus wurde in “Internetfreundinnen” beschrieben. In Rifan leben die Frauen unter strikter Kontrolle, sie tragen Burqa und sind in allem den Männern unterstellt. Rifan ist eine Fiktion, Orte, Namen und Handlung sind frei erfunden.

Teil 1 – Veränderungen

Aysha hörte gedämpft Yasmins Stimme: “ist gut, alles in Ordnung. Du hast nur geträumt.” Sie öffnete die Augen, sah dunkelblaues Nichts. Jetzt kam sie langsam zu sich, fühlte wie Yasmin sie streichelte. Weiche unförmige Polster die durch zwei Lagen Stoff auf ihrem Körper zu spüren waren. Ja, sie war in Faids Haus, im Schlafzimmer und natürlich auch in der Nachtkleidung. Der Kopfbeutel der sie blind machte, der weite Körpersack der sie einhüllte und die schwere Windel waren ihr mittlerweile vertraut. Sie hatte schlecht geträumt, von einem Leben in Armut, einem Vater der sie schlug und sie “Silke” nannte. Dies war vorbei, sie war Aysha, Faids Tochter. Ihre Schwester Yasmin lag nun ruhig neben ihr. Wie spät war es wohl? Aysha wusste es nicht, sie würden einfach liegen bleiben und warten. Yasmins verhüllter Kopf schmiegte sich an ihre Wange, wie kleine Katzen rieben sie die Köpfe aneinander. Aysha schnurrte wohlig, es war schön und es war gut. Sie war nun wieder ganz ruhig und ärgerte sich über sich selbst. Warum nur träumte sie noch immer davon? Es war Vergangenheit, es war vorbei.

Beide Mädchen waren wieder eingeschlafen als Miriam ins Zimmer trat. Sie nahm den beiden die Kopfbeutel ab und gab ihren Töchtern einen guten Morgen Kuss. Auch dies ein lieb gewordenes Ritual, der Tag begann mit Zärtlichkeit. Nun half sie ihnen aus den Körpersäcken, auch die Handschuhe die eher weichen Bällen glichen wurden entfernt. Nur mit den Windeln bekleidet gingen die Mädchen ins Bad. Miriam blieb im Schlafzimmer, sie vertraute ihren Töchtern und außerdem hatte die beiden für Dummheiten zu wenig Zeit. Sie waren schon nach kurzer Zeit wieder im Zimmer, Yasmins dunkles Haar war ebenso tropfnass wie Ayshas helle Mähne. Schnell nahm Miriam ein Tuch und trocknete die Haare, es war warm und so ging es ohne Föhnen recht gut. Sie rieb eine spezielle Creme in die Haare ein und kämmte sie. Ja, ihre Töchter hatten wunderschönes Haar.

Die Mädchen wurden gewindelt und Miriam half ihnen in die überweiten Untersäcke. Sie fädelte schnell drei Lederriemen in Höhe der Hüften durch Laschen, zog diese fest und sicherte sie so das die Verschlüsse auf dem Rücken waren. Schmale Riemen an den Knöchel formten kleine Beutel in denen dir Füße steckten. Auch diese Riemen wurden gesichert. Es folgte nun ein weites Unterkleid aus Seide das am Hals und den Handgelenken mit Riemen geschlossen wurde. Auch diese wurden gesichert. Yasmin und Aysha schlüpften in schlichte blaue Kaftan die mit goldener Borte an Hals, Saum und den weiten Ärmeln verziert waren. Seit einiger Zeit trugen beide Mädchen freiwillig dünne Tücher über ihrem Haar und einen hüftlangen umlaufenden Schleier aus transparentem Stoff. Miriam legte die Tücher auf die Haare und ließ die Schleier folgen. Sie nahm einige goldene Nadeln und steckte damit Tuch und Schleier fest. Die Tücher auf dem Haar waren mit goldenen Punkten durchwirkt, die Übertücher leicht hellblau.

Sie reichte den Mädchen blaue Handschuhe, sie schlüpften schnell in blaue Pantoffeln und folgten ihrer Mutter ins Wohnzimmer.

Als Faid den Raum betrat knieten beide nieder und berührten mit der Stirn den Boden. Faid strich ihnen leicht über die Köpfe und sagte:

“Gut Morgen, ihr gut geschlafen? Heute wir Überraschung sehen, aber erst frühstücken wir.”

Schnell brachten die Frauen alles nötige in die Essecke, deckten den Tisch und alle setzten sich. Anfangs fand Aysha es etwas schwierig mit dem Schleier zu essen, sie lernte ihn mit der linken Hand leicht anzuheben. Seitdem ging es sehr gut. Wie immer scherzten sie und redeten, es war ein schöner Tagesanfang. Yasmins Neugierde wuchs immer mehr und sie fragte:

“Dad, was ist das denn für eine Überraschung?” Faid grinste über seine neugierige Tochter und sagte nur: “Abwarten, wirst bald sehen das.” Nach dem Frühstück sollten die Frauen sich zu einer Autofahrt fertig machen, mehr war ihm nicht zu entlocken.

Aysha und Yasmin nahmen zwei blaue Burqas mit einzelnen ovalen Augenschlitzen heraus. Die Schlitze waren von weißer Stickerei umgeben, auf der Burka waren überall diese ovalen Stickereien. Die Augenschlitze fielen inmitten dieser kaum auf zumal sie von dünnem blauen Stoff bedeckt waren. Über den Augenschlitzen war die Nummer eingestickt die es möglich machte festzustellen zu welchem Haus Frauen gehörten. Miriam, Yasmin und Aysha trugen dieselbe Nummer. Miriam war für die Reise in eine tiefschwarze schlichte Burqa gehüllt. Sie gab den Mädchen Knebel, es waren aufblasbare Ballknebel. Nachdem die Bälle aufgepumpt waren konnten sie keinen Laut mehr von sich geben. Sie zogen weiche Schuhe an die mit kurzen Lederschnüren verbunden waren und trippelten unbeholfen hinter Faid zum Auto. Er half ihnen hinein und legte wie üblich die Gurte an. Ein Beckengurt, über Kreuz gelegte Brustgurte und ein Riemen über den Oberschenkeln fixierten sie im Sitz.

Sie fuhren in etwas eine Stunde bis sie zu einem großen Gebäude kamen. Ein modernes mehrgeschossiges Hochhaus mit einer Tiefgarage in die Faid einfuhr. Hier ließ er die Frauen aussteigen und führte sie zum Fahrstuhl. Sie fuhren in den dritten Stock, am Ende des Korridors ging Faid ihnen voraus in ein Büro. Hier saß ein älterer Mann der sie herein bat. Die Frauen knieten nieder, verbeugten sich und warteten.

Der Mann hieß sie herzlich willkommen und rief: “Sinya!” Eine Frau in schlichter weißer Burqa erschien. Er wies sie an die Frauen auf ihren Platz zu führen und sich dann ebenfalls zu setzen. Sinya ging voraus in den nächsten Raum. Es war eine Art Konferenzzimmer, an einer Wand befanden sich mehrere halbhohe Kästen aus reich verziertem Holz. Sinya führte zuerst Miriam zu einem dieser Kästen. Sie öffnete ihn, Miriam kroch hinein, kniete auf ein weiches Kissen und der Kasten wurde geschlossen. Auch Aysha und Yasmin wurden in eine dieser Kästen geschlossen, zuletzt war auch Sinya in einen gekrochen. Die Deckel der Kästen waren aus einzelnen Holzstangen gefertigt durch die Licht und Luft in die Kästen kamen.

Die beiden Männer kamen herein und der Mann stellte sich als Herr Kaimal vor, er erklärte das er mit einigen anderen, zu denen auch Faid zählte, vermehrt Geschäfte in Europa und USA tätigen wollte. Hierzu brauchten sie versierte Sekretärinnen für deutsch und englisch, Frauen die das Haus in Ordnung hielten und Gäste betreuten. Faid und er waren überein gekommen dies in Zukunft ihnen zu überlassen, während sie sich um das Geschäft kümmern würden. Zwei Frauen, eine gebürtige Französin und eine Amerikanerin würden später hinzukommen. Für die Frauen wird der oberste Stock hergerichtet.

Aysha hörte die Neuigkeiten und sie wusste nicht was sie davon halten sollte. Ändern würde sie ohnehin nichts können. Sie beschloss einfach alles auf sich zukommen zu lassen und hoffte nur bald aus dem Kasten heraus zu sein. Es kam ein weiterer Mann herein, auch war zu hören das eine Frau in den Kasten neben ihr gesperrt wurde. Sie verlor das Zeitgefühl, es war mindestens eine Stunde vergangen bis sie wieder befreit wurde. Nun sah sie das die zuletzt gekommen Frau in eine hellrote Burqa mit Perlenbesatz gekleidet war. Sie hörte leises Klirren bei jeder Bewegung der Frau, vermutlich trug sie Ketten.

Faid führte sie zu einer Tür am Ende des Flurs. Er öffnete sie mit einem Schlüssel und wies die Frauen an in den Fahrstuhl zu gehen. Sie fuhren in den obersten Stock. Die Tür öffnete sich, Aysha konnte einen Flur erkennen von dem links mehrere Türen abgingen. An der rechten Seite gab es nur eine Tür. Faid öffnete sie, ein großer mit Teppichen ausgelegter Raum in dem auch mehrere Kissen und Liegematten zu sehen waren wurde sichtbar. Die Fenster des Raumes waren hinter Stoffen verborgen, lediglich zur Decke fiel ungedämpftes Licht ein. Die Frauen betraten den Raum, die dicken Teppiche fühlten sich warm und weich an. Sie versuchten so gut es ging sich umzusehen, Faid sagte ihnen er würde sie gleich für einen Augenblick alleine lassen. Zuvor zeigte er ihnen das Bad, eine kleine Küche und einen mit Schränken ausgestatteten Nebenraum. Bevor er ging erklärte er ihnen das sie rechtzeitig informiert würden bevor er wiederkäme und sie die Burqas ablegen dürften.

Kaum war Faid durch den schweren Vorhang vor der Tür verschwunden nahmen Aysha und Yasmin ihre Burqa ab, auch Miriam tat dies. Die Frau in rot stieß Aysha leicht an und verbeugte sich. Aysha verstand und half ihr. Sie trug schwere Ketten an Händen und Füßen die mit zusätzlichen Ketten verbunden waren. Diese Ketten liefen von ihrem Halsring über eine Kette an der links und rechts ihre Hände angeschlossen waren zu den Füßen. Die Hände steckten in ledernen Fesselhandschuhen. Sie trug einen roten Kaftan und eine rote lederne Gesichtsmaske aus der dunkle Augen hervorsahen. Sie bedankte sich mit einer kleinen Verbeugung. Nun konnte Aysha mehr sehen und Yasmin sah sich ebenso neugierig um wie sie. An einer Wandseite waren mehrere Metallkäfige eingebaut in denen dicke Matratzen lagen. Im Raum selbst entdeckten sie an verschiedenen Stellen eingelassene kurze Säulen die mit Ringen versehen waren, auch gab es an mehreren Stellen kleine Springbrunnen. Das Bad war mit allem Komfort ausgestattet, ebenso die Küche.

Sie versuchten mit der Frau in rot zu reden, da diese aber nicht antworten konnte gaben sie bald auf. Nach einiger Zeit setzten sich alle auf Kissen und warteten. Nach einiger Zeit hörten sie aus einem Lautsprecher das sie sich fertig machen sollten. Miriam half der Fremden in ihre Burka, Faid holte sie ab und führte sie nach unten. Hier wechselten sie in den anderen Fahrstuhl und fuhren heim.

Die beiden Mädchen konnten es kaum erwarten von Faid mehr zu erfahren. Sie saßen nun alle im Wohnzimmer, Aysha und Yasmin redeten gleichzeitig auf ihn ein. Er hob die Hand und sagte:

“Ruhig sein, beide bitte! Ihr alles hört jetzt was ich sollt wissen, nicht reden jetzt, ich reden!” Nun erklärte er ihnen ruhig das sie umziehen würden und das dies bereits vor Wochen mit Herrn Kaimal besprochen wurde. Dies Haus würde verkauft werden und sie würden in dem Bürohaus wohnen. Er betonte das dies auch bedeuten würde das die Mädchen zusammen bleiben können, sie wären dann weiterhin in seinem Haus. Zu den Aufgaben der Mädchen in dem Haus äußerte er nicht weiter, das wesentliche hatten sie ja bereits gehört. Am Ende meinte er: “Nicht aufregen, das bestimmt alles gut wird. Wir bald sind umgezogen.”

In den nächsten Tagen räumten die Frauen nach und nach alles zusammen, das Haus wurde immer kahler. Es blieben einige Möbelstücke im Haus, einige wurden nach und nach weggebracht. Die Frauen saßen oft im Garten, Miriam hatte ihn selbst angelegt, jede Pflanze selbst ausgesucht. Sie war traurig das nun dies alles in fremde Hände kam. Auch Yasmin war bedrückt, sie hatte hier seit ihrer Geburt gelebt, kannte jeden Zentimeter des Hauses. Hier hatte sie laufen gelernt, hier hatte sie gespielt. Nun gingen sie weg, ein Kapitel in ihrem Leben ging zu Ende. Aysha hing nicht so sehr an dem Haus aber sie hatte Angst vor dem neuen, wie würde es sein dort zu leben?

Sie aßen zum letzen Mal im Haus zu Abendbrot, Miriam führte die Mädchen zum letzten Mal ins Bad. Wie immer zog sie die beiden aus, als sie nackt waren kettete sie die Arme der beiden am Wannenrand fest. Sie durften lange im Bad bleiben, Miriam saß bei ihnen und ließ sie das warme Bad genießen. Sie reinigte die beiden und wusch ihre Haare, trocknete sie ab und pflegte das Haar.

Aysha war schon fast eingeschlafen als sich Yasmin an sie kuschelte. Sie merkte das Yasmin unruhig war und sagte: “wir bleiben zusammen”. Aus Yasmins Kopfbeutel kam ein wohliges: “Ja, für immer“. Dann schliefen beide ein.

Am nächsten Morgen nahmen sie nur ein kleines Frühstück zu sich. Faid bestand darauf das die Frauen sich besonders kleideten. Alle drei trugen goldfarbene Kaftane und Fesselhandschuhe. Die Burqas waren ebenfalls goldfarben. In Höhe der Augen der Frauen waren nach oben und unten halbkreisförmig Diamanten aufgesetzt. In dem so entstandenen Oval saßen wie ein Mosaik gesetzte bunte Steine. Das Mosaik sah aus wie geöffnete Augen. Zu den Burqas gehörten schulterlange Tücher die diese künstlichen Augen verbargen. Statt der üblichen Schuhe trugen sie Ledersäcke in die kleine Metallkugeln geschüttet wurden. Die Frauen waren nun blind und fast bewegungsunfähig. Faid hatte den Wagen in der Garage stehen und trug sie zum Auto.

Er fuhr in die Tiefgarage und holte einen Transportwagen. Nacheinander fuhr er damit die Frauen zum Fahrstuhl, sie fuhren nach oben. Hier führte er sie in denselben Raum wie beim letzten Mal, sie waren froh nicht mehr auf den Metallkugeln stehen zu müssen und knieten sich auf den Boden. Aysha hörte wie Faid mit Herrn Kaimal sprach. Es ging weiter in den oberen Stock. Obwohl es nicht weit war stöhnt Aysha in den Knebel, das gehen tat sehr weh. Sie erreichten den großen Raum oben, Faid löste an der Tür die Handschuhe und öffnete die Tür. Er schob die drei durch die Tür und verschloss sie.

Sie legten die Burqas ab und sahen sich um. Die Springbrunnen waren eingeschaltet, die Luft war kühl und frisch. Auch waren inzwischen mehr Kissen in den Raum gelegt worden, sowie einige kleine Tische. In einer Ecke entdeckten sie einen Computer, Yasmin sah das auch ihre Spiele dort waren. Im Bad war alles für sie bereitgestellt worden, ebenso in der Küche. Schmuck, Kleidung und einige Privatsachen fanden sie in dem kleinen Nebenraum, alles war sauber eingeräumt. Sie fragten sich wer dies getan hatte.

Der Vorhang bewegte sich und eine ebenfalls in gold gekleidete Frau humpelte unbeholfen herein. Sie kniete nieder, Miriam nahm ihr die Burka ab. Das Telefon klingelte und sie ging ran. Herr Kaimal sagte ihr das sie es sich bequem machen sollten, sie würden bis abends oben bleiben. Er sagte auch das sie den PC anstellen sollten, ab jetzt würden sie alle nötigen Dinge über ihn gesendet bekommen. Yasmin fuhr den PC hoch und las:

“Willkommen in eurem zu Hause. Ihr werdet heute nicht mehr gebraucht. Bitte macht euch bekannt, Jila darf mit euch reden. Wenn ihr etwas braucht schickt Nachricht.”

Yasmin drehte sich zu den anderen Frauen um und meinte:

“Na gut, dann machen wir es uns gemütlich. Ich kucke mal in die Küche, vielleicht finde ich ja Saft und etwas leckeres zu essen.” Noch bevor sie in die Küche gehen konnte sagte Jila: “Nein, bitte bleib. Ich werde etwas zu essen machen und bringe euch Getränke. Mein Herr sagt ich soll eure Dienerin sein.” Sie berührte danach mit ihrer Stirn den Boden und stand auf. Mehr hüpfend als gehend bewegte sie sich zur Küche. Miriam und die Mädchen sahen sich fragend an. Yasmin ging zum PC und schrieb: “Warum soll Jila unsere Dienerin sein? Wir brauchen niemanden der uns dient!” Die Antwort kam prompt: “Es soll sein wie ist” schrieb Faid. Also war es so und Yasmin fand die Idee eine Dienerin zu haben auch sehr anregend.

Jila brachte ihnen gekühlten Orangensaft. Miriam bat sie stehen zu bleiben und schob Jilas Kaftan ein wenig hoch. Wie sie vermutete waren um Jilas Knöchel Ringe gelegt die mit einer kurzen Kette verbunden waren. Jila trug nicht die übliche Frauenhose, lediglich ein Unterkleid und den Kaftan. Die Zehennägel waren mit rotem Nagellack lackiert und sehr sorgfältig in Form gebracht. Sie trug weder Schuhe noch Strümpfe. Miriam wusste das es in Rifan Sklavinnen gab, Jila war eine von ihnen. Sie nickte der Sklavin lächelnd zu und Jila ging wieder in die Küche.

Es dauerte nicht lang und Jila brachte ein Tablett mit drei Schalen gemischten Salat. Sie stellte das Tablett ab, verneigte sich und setzte sich ein wenig abseits. Miriam forderte sie auf sich zu ihnen zu setzen aber Jila schüttelte den Kopf. Wahrscheinlich hatte es Herr Kaimal verboten. Die drei aßen mit Appetit und Jila räumte ab. Sie ging dann zu dem PC, schrieb etwas und deutete machte Miriam ein Zeichen das sie zum PC kommen soll. Miriam las:
“Ihr werdet nun von Jila für eure freie Zeit gekleidet, sie weiß wie es sein soll. Faid” Miriam war neugierig und sie nickte Jila kurz zu, den Mädchen sagte sie was sie gelesen hatte.

Jila kam aus dem Nebenraum und legte den Frauen einen Eisenring um das rechte Fußgelenk, eine Kette verband diese Ringe miteinander und war an einer der Säulen befestigt. Die Frauen konnten sich auf ihren Plätzen bewegen aber sie konnten nicht im Raum umhergehen. Als nächstes legte Jila ihnen weite halbdurchsichtige Burqas über die die Frauen völlig verhüllten. Sie selbst blieb unverhüllt und setzte sich wieder auf ihren Platz. Yasmin sah ihre Mutter fragend an und meinte dann:

“Weißt du was das soll Mutti?”

“Nein aber es ist von deinem Vater gut geheißen also soll es so sein.”

“Was ist wenn wir etwas brauchen oder uns bewegen wollen?”

“Ich weiß es nicht.” Hier meldete sich Jila zu Wort und sagte sie würde alles bringen was die Frauen brauchen, auch wird die Kette gelöst wenn es nötig ist. Aber sie müssten es sagen.

Sie vertrieben sich die Zeit mit einem Film und es war bald Schlafenszeit.

Jila half ihnen beim auskleiden und führte sie ins Bad. Danach wurden sie zur Nacht gekleidet, auch hier war es Jila die dies tat. Miriam wurde zu einem Käfig geführt den Jila mit einem Schloss sicherte, Aysha und Yasmin durften gemeinsam in einem anderen Käfig schlafen. Sie kuschelten sich aneinander, es war fast wie in ihrem alten zu Hause.

Jila duschte nun auch und legte sich auf eine Matratze. Sie blieb in ihrer Tageskleidung, nur freie Frauen schliefen in den Schlafsäcken.

Teil 2 – Im nächsten Monat

Die Tage verliefen gleichmäßig ruhig, alle hatten sich an die Situation gewöhnt. Die Frauen lernten mit den Spreizhosen zu gehen, es war schwierig aber sie konnten es mittlerweile recht gut. Jila brachte ihnen wenn sie in ihren Räumen eingeschlossen waren was sie wollten, im Büro waren sie auf den Kissen festgebunden und so blieben die Strecken die sie breitbeinig watschelnd zurücklegen mussten auf ein Minimum beschränkt. Faid führte sie oft zum Mittagessen in seine Räume, Miriam verbrachte nun die meisten Nächte bei ihm. Aysha und Yasmin hatte die Frauenräume über Nacht für sich, nur Jila war bei ihnen.

Sie konnten nun im Büro Anrufe entgegennehmen und auch ein Gespräch führen. Miriam hatte auf deutsch und auf englisch die nötigen Sätze vorgesprochen. Von “Guten Tag, sie sprechen mit Rifan Enterprise Incorporated, was kann ich für sie tun?” über die gängigen Fragen wie “Können sie mir bitte die Rechnungsnummer nennen” oder “Auf welches Schreiben beziehen sie sich, bitte nennen sie mir die Bezugsnummer” sowie sonstige Auskünfte zur Geschäftsabwicklung bis zu “Auf Wiederhören, ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag” waren alle notwendigen Sätze in einer Datei erfasst. Klingelte das Telefon öffnete sich automatisch die Datei und die Frauen konnten die jeweiligen Sätze abrufen ohne das sie selbst redeten. Aysha wünschte sich manchmal richtig reden zu können, ein bisschen zu plaudern. Das dies nicht erlaubt war und wohl nie geschehen würde nahm sie hin, dennoch blieb eine gewisse Sehnsucht danach.

Die Gästeappartements in den unteren Stockwerken waren fertig gestellt, sie wurden nun bei den Geschäftspartnern angeboten. Es kamen auch bereits die ersten Anfragen, bald würden die ersten Gäste bei ihnen wohnen. Bisher wussten Aysha und Yasmin nur das sie sich dann um die Gäste kümmern sollten, auch darum das die Appartements in Ordnung sind. Sie freuten sich schon beide darauf, es würde bestimmt eine Abwechslung sein.

Faid hatte sie zum Essen zu sich genommen, sie saßen wie üblich auf den Kissen allerdings ohne gefesselt zu sein. Die Frauen genossen es sehr ihre Beine ein wenig bewegen zu können soweit dies die Spreizhose erlaubte. Sie saßen breitbeinig, Miriam empfand dies immer noch als demütigend, die Mädchen hatten sich daran gewöhnt. Faid sagte: “Heute nicht mehr ihr Büro, gleich wir zu Flughafen gehen und holen Frauen ab. Bestimmt ihr gerne wollt mit.” Ja, sie wollten sehr gerne mit und freuten sich darauf aus dem Haus zu kommen. Als erstes brachte Faid sie in ihre Räume, Jila hatte bereits alles bereit gelegt.

Sie zogen sich mit Jilas Hilfe bis auf das Unterkleid aus. Für die Mädchen hatte Jila hellblaue Kaftane mit Goldborte herausgelegt, Miriam bekam einen schlichten dunkelblauen Kaftan. Jila legte ihnen Halbmasken mit aufblasbaren Knebeln an die jeden Laut verhinderten. Yasmin versuchte erfolglos ich zu äußern, es gelang ihr nicht einmal durch den Knebel zu zischen. Ihre Haare wurden mit zu den Kaftanen passenden Haartüchern bedeckt, ein dünner weißer Spitzenschleier bedeckte sie bis über die Hüften. Jila legte den Mädchen Fesselhandschuhe an die mit kleinen Schlössern gesichert wurden. Die Hände der beiden waren nun zu Fäusten geformt und steckten in ballförmigen blauen Ledersäcken die innen dick gepolstert waren. Eine Borte wie an den Kaftanen bildete den Abschluss der Handschuhe an den Handgelenken. In dieses Borte saß der Riemen mit dem die Handschuhe geschlossen wurden, ein kleines goldenes Schloss an der Oberseite hielt die Fixierung fest. Miriam bekam normale dunkelblaue Handschuhe. Für die Mädchen hatte Jila die hellblauen Burqas mit weißen Wolken als Verzierungen bereitgelegt, sie hatten zwei schmale Sichtschlitze in Augenhöhe die als kleine Wolken getarnt waren. Miriam erhielt eine schlichte dunkelblaue Burka. Im Haus trugen sie keine Schuhe, ihre Hosen waren im unteren Bereich mit dickem Stoff verstärkt, jetzt zog Jila ihnen Lederbeutel über die Füße. Das Leder war glatt und fest, es gab den Frauen kaum Halt beim gehen. Jila stellte eine Tasche hinter den Vorhang und sagte ihnen das auch sie dorthin gehen sollten. Sie verbeugte sich tief zum Abschied, die Frauen gingen durch den Vorhang.

Es dauerte nicht lange bis Sinya sie holte. Wie üblich trug sie eine schlichte weiße Burqa. Sie zeigte wortlos auf den Fahrstuhl, so schnell es ging bewegten sich die Frauen dort hin. Auch Sinya trug inzwischen immer eine Spreizhose und watschelte ebenso unbeholfen wie die anderen. Als sie im unteren Flur ankamen stand Faid bereits am Fahrstuhl, die Frauen gingen gleich hinein und sie fuhren gemeinsam in die Tiefgarage. Am Wagen hatte Faid eine kleine Rampe stehen, die drei gingen einzeln darauf und konnten so ins Fahrzeug gelangen. Faid half ihnen dabei und sicherte sie. Sie saßen nun wie gewohnt fest mit dem Sitz durch mehrere Gurte verbunden, ihre Füße wurden von Ringen gehalten die mit Ketten am Fahrzeugboden befestigt waren. Miriam saß vorne bei Faid, die beiden Mädchen auf den mittleren Plätzen.

Sie fanden einen Parkplatz in der Nähe des Terminals, Faid half den Frauen beim aussteigen und sie machten sich auf den Weg zur Halle. Schon nach einigen Minuten wurde es für die Frauen schwer weiter zu gehen. Die Ledersäcke fanden kaum Halt auf dem polierten Stein des Gehwegs und die Spreizhose ließ sie sehr unsicher gehen. Sie watschelten so gut sie konnten hinter Faid der obwohl er sehr langsam ging immer wieder stehen bleiben musste um sie nicht zu verlieren. Sie schwitzten in der warmen Kleidung sehr, jeder Atemzug machte ihnen dies bewusst. Yasmin hoffte das sie bald da sein würden, Aysha ging apathisch hinter Miriam her und Miriam fragte sich ob und wie sie wieder den Rückweg schaffen würden. Sie brauchten eine halbe Stunde für eine Strecke die Faid sicher alleine in weniger als 10 Minuten zurückgelegt hätte.

Er führte die drei zu einer Bank, sie waren froh sitzen zu dürfen. Er wollte sich nach dem Flug erkundigen und schloss die Frauen mit Stahlbügeln an der Bank fest. Auch ohne diese wären sie nicht aufgestanden, sie waren froh sich setzen zu können.

Faid erfuhr das die Maschine pünktlich in einer halben Stunde landen würde. Er ging zum Frauenbereich des Flughafens und gab die mitgebrachte Tasche dort ab. Eine in eine tiefschwarze Burqa gehüllte Frau zeigte saß am Schalter. Sie tippte etwas und Faid las auf einem Monitor vor ihm: “Herr, bitte füllen Sie einen der vor ihnen liegenden Zettel aus und befestigen Sie den Zettel an der Tasche.” Er tat dies und stellte die Tasche auf ein Transportband neben dem Schalter. “Herr, ich danke Ihnen. Die Tasche wird nun durchleuchtet, bitte warten Sie einen Augenblick.” Das Band lief kurz an und die Tasche verschwand in einem Kasten. “Herr, es ist alles in Ordnung. Die Tasche kann von Ihrer Frau Miriam jederzeit übernommen werden. Ich danke Ihnen sehr und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.” Faid bedankte sich und erwiderte den Gruß. Die Frau blieb reglos.

Er ging zu den dreien zurück und sagte ihnen das sie noch ein wenig warten müssten. Aysha besah sich so weit es ging die vorbeigehenden Menschen. Männer in westlicher Kleidung, die Frauen alle in Burqas. Sie sah nur drei unverschleierte Frauen, eine davon in einem langen Rock mit einer Bluse und einem Kopftuch das ihr Haar bedeckte. Offenbar eine Europäerin oder Amerikanerin die unter den anderen Frauen sehr merkwürdig wirkte. Sie verschwand hinter einer der Absperrungen, vielleicht war sie nur zum umsteigen in ein anderes Flugzeug in Rifan gelandet. Die beiden anderen unverschleierten Frauen waren Sklavinnen die von einem Mann an Leinen geführt wurden. Sie trugen Gepäck und hinter ihnen folgten mehrere Frauen. Diese waren in Frauenkleidung und die Sklavinnen die nur Kaftane trugen wirkten im Vergleich zu ihnen wie nackt. Auch Yasmin sah sich so weit es ihr möglich war um, sie freute sich schon darauf mit Aysha über all dies reden zu können. Miriam hatte nicht so ein Interesse an dem Trubel in der Halle, er machte sie nervös und sie schloss die Augen.

Die Maschine sollte in wenigen Minuten landen. Faid löste die Bügel die die Frauen auf den Sitzen hielten und bedeutete ihnen ihm zu folgen. Sie gingen langsam ein Stück auf den Ankunftsschalter zu und blieben hinter Faid stehen. Unter den ersten die durch die Kontrolle kamen waren zwei jungen Frauen die sich suchend umsahen. Faid ging auf sie zu und hieß sie willkommen. Dann führte er die beiden zu den Frauen. Alle drei verbeugten sich vor den Ankömmlingen, Aysha dachte in diesem Augenblick daran das auch sie einmal so ankam. Lange her wie es ihr schien aber in diesem Augenblick so als wäre es erst vor Minuten gewesen. Gerne hätte sie den beiden ein freundliches Willkommen gesagt, gerne ihnen gesagt das sie sich nicht fürchten oder sorgen sollen. Aber sie konnte sich nur stumm verbeugen. Faid nahm die Papiere der Frauen und ging kurz zu einem Beamten. Er kam zurück und sagte: “Alles sehr gut, jetzt ihr gehen trinken etwas. Ich noch habe hier Termin, in 2 Stunden ich euch hole.” Er führte die Frauen zum Frauenbereich. Der Frau in der schwarzen Burka sagte er: “Diese fünf Frauen werden hier bleiben. Bitte gebt dieser Frau (er zeigte auf Miriam) die Tasche die ich vorhin abgegeben habe. Die Frauen dürfen trinken, ich bezahle im voraus.” Er legte seine Kreditkarte auf den Tisch. “Vielen Dank Herr, es wird geschehen wie sie es wünschen. Bitte schieben sie die Karte in das Lesegerät.” Die Frau wandte sich ihm nicht zu, es erschien nur dieser Text auf dem Monitor. “Vielen Dank Herr, ihre Frauen dürfen nun eintreten.” Miriam, Aysha und Yasmin verneigten sich vor Faid und gingen auf die Tür zu. Die beiden anderen folgten ihnen. Faid verschwand in der Halle.

Sie kamen durch eine Schleuse in den Frauenbereich. Eine Frau in weißem Kaftan war ihnen beim ablegen der Burqas behilflich und löste auch die Knebelmasken. Yasmin hielt die Handschuhe hoch und sagte: “Was ist mit denen?” Miriam sagte ihr das sie die Handschuhe nicht abnehmen würden und Yasmin funkelte ihre Mutter wütend an. Auch die Tücher blieben auf den Haaren. Nun dreht Miriam sich zu den beiden und sagte: “So, jetzt sage ich Euch erstmal richtig Willkommen. Ich bin Miriam, die kleine freche ist meine Tochter Yasmin und dies ist meine zweite Tochter Aysha. Herzlich Willkommen in Rifan!” Sie nahm beide in den Arm und drückte sie an sich. “Wir können englisch reden, sagt mir doch bitte wie ihr heißt, aber zunächst einmal möchte Aysha und Yasmin Euch auch begrüßen.” Aysha sagte “Willkommen, ich freue mich das ihr hier seid”, Yasmin begrüßte sie mit “Herzlich Willkommen, ist Klasse das ihr da seid.” Dann meinte Miriam: “Kommt, wir setzen uns, da ist eine Ecke frei.” Sie ging voraus und Aysha sah das die beiden sehr verwundert auf den breitbeinigen Schritt achteten. “Das ist nur wegen der Kleidung, wir sind nicht behindert oder so. Aber das werdet ihr bald verstehen.” Yasmin hatte einen leicht genervten Unterton als sie dies sagte. Sie erreichten die Ecke und die Frauen sanken erleichtert auf die Sitzkissen.

“Ich bin Lucie von Paris, ich soll als Sekretärin und Gästebetreuung arbeiten.” “Hallo, ich bin Pat aus New York und soll hier wohl das selbe machen. War ein echt gutes Angebot und nun bin ich hier.” Lucie hatte langes braunes Haar, einen hellen Teint und große dunkle Augen. Sie sah gut aus und hatte ein bezauberndes Lächeln. Pats Haut war deutlich dunkler, sie trug ihr schulterlanges schwarzes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden. Beide hatten leichte Sommerkleider an.

Die Getränke wurden gebracht, Miriam hatte für alle Säfte bestellt. Aysha und Yasmin benutzten Strohhalme. Sie redeten noch ein Weilchen dann sagte Miriam: “So, ich helfe euch jetzt beim umziehen. Ihr beiden bleibt hier.” “Als ob wir weglaufen würden”, meinte Yasmin. Aysha sagte nur “Ja Mutter”. Miriam verschwand mit den 2 Frauen und ließ sich die Tasche aushändigen. Als sie außer Hörweite war sagte Yasmin: “Die werden sich gleich schwer wundern, wetten?” “Ja bestimmt, wird sicher ein ziemlicher Schock für sie sein”, stimmte Aysha zu. Dann schwiegen sie und tranken weiter. Es dauerte einige Zeit bis Miriam zurückkam. Hinter ihr kamen 2 Frauen in weißen Kaftanen die mit einer blauen Borte am Saum und an den Armen verziert waren. Beide trugen weiße Haartücher. Erst auf den zweiten Blick waren sie als Pat und Lucie zu erkennen. Sie setzten sich wieder hin und Pat stöhnte: “Hey, das ist total unbequem und sieht schlecht aus. Das stand nicht im Vertrag.” “Doch, es stand da das wir Kleidung kriegen” sagte Lucie leise, dann : “aber nicht solche. Wir werden darüber reden.” Miriam und die Mädchen sagten nichts aber alle dachten: “Reden wird euch nichts nützen.” Die neuen hatten viele Fragen und Miriam und die Mädchen beantworteten diese so gut sie konnten.

Eine Angestellte trat an ihren Tisch und sagte: “Euer Herr wartet, bitte zieht euch an und geht.” Miriam nahm nun zwei Knebelmasken aus der Tasche. Als Pat und Lucie sie sahen schüttelten sie den Kopf und Pat fing an zu protestieren. Schnell traten zwei Frauen hinter sie und hielten sie fest. Miriam konnte sie nun knebeln. Lucie ließ es dann ohne Widerstand geschehen. Miriam legte den beiden Fesselhandschuhe an, danach wurden sie von weißen Burqas die mit blauen Ornamenten verziert waren bedeckt. Auch die Mädchen knebelte Miriam und legte ihnen die Burqas an. Als letztes wurde sie von einer Angestellten bekleidet.

Sie ging voraus in die Halle, Faid wartete dort auf sie. Die drei verbeugten sich sofort, als Miriam Pat und Lucie kurz anstieß taten sie es auch. Faid ging voraus zum Auto, sie erreichten es und er half den Frauen beim einsteigen.

Faid führte sie in den Konferenzraum. Herr Kaimal stand in der Mitte des Raums, die Frauen verbeugten sich. Er hieß die Neuankömmlinge kurz Willkommen und zeigte auf die Käfige. Miriam und die Mädchen gingen sofort dorthin und ließen sich einschließen, Pat und Lucie wurden von Sinya zu den Käfigen geführt. Auch sie wurden dort eingeschlossen. Herr Kaimal stellte sich vor die beiden so das sie ihn durch die Gitterstäbe sehen konnten. Er sagte:

“Nochmals herzlich Willommen in Rifan und in unserem Haus. Herr Faid und ich führen dieses Geschäft, dieses Haus. Das wisst ihr ja bereits. Ihr werdet hier als Sekretärinnen und zur Gästebetreuung arbeiten. Wir erwarten von euch das ihr euch unserem Willen unterordnet, tut was man euch sagt. Hier in Rifan gehorchen die Frauen den Männern, tut ihr es auch wird es euch gut gehen. Wenn nicht werden wir es euch beibringen, werden euch zeigen wo euer Platz ist.”

Seine Rede wurde von einem lauten Klopfen unterbrochen. Pat trat wütend gegen die Wände des Holzkäfigs in dem sie gefangen war. Sie fühlte sich wie ein gefangenes Tier, sie wollte aus dem Käfig und sie wollte zurück in die USA. Sie trat mit aller Kraft gegen die Wand und versuchte trotz des Knebels zu reden. Der Knebel machte dies unmöglich, ihr blieb nur das laute Klopfen gegen die Wand um zu zeigen wie wütend sie war.

Herr Kaimal sah zu ihrem Käfig herunter und sagte: “Du wirst jetzt etwas lernen und die anderen werden Dir dabei zusehen. Sinya, hole bitte den Stock.” Sie brachte ihm einen stabilen Holzstock und öffnete auf seinen Befehl die Käfige. Pat wurde von ihr aus dem Käfig geholt, sie krabbelte heraus und wollte sich vor Herrn Kaimal stellen. Er schlug ihr mit dem Stock in die Kniekehlen, sie fiel zu Boden. Als sie wieder aufstehen wollte erhielt sie Schläge auf die Seiten. Sie blieb am Boden und er sagte:

“Wir haben hier ein Sprichwort: Ein Esel lernt wo es das Futter gibt und er lernt wer sein Herr ist. Du wirst das jetzt lernen.” Er holte aus und schlug so lange auf Pat ein bis sie der Länge nach auf dem Boden lag. Dann forderte er sie auf zu knien, Sinya richtete sie auf und stellte sich vor sie. Während Sinya Pat festhielt schlug er auf ihren Rücken. Danach sagte er: “Nun ab in den Käfig mit dir, schnell!” Pat kroch so schnell sie konnte hinein, die Käfige wurden wieder verschlossen.

“Das ist jetzt hoffentlich für alle klar, ich rede jetzt weiter und ihr seid ruhig. Ihr werdet als erstes unsere Sprache lernen, Miriam wird euch unterrichten. Ihr werdet das Haus nicht verlassen. Alles was ihr braucht gibt es hier. Wir haben unseren Teil der Abmachung erfüllt, nun erfüllt ihr euren. Sinya wird euch nach oben bringen.”

Er machte ihr ein Zeichen, die Käfige wurden geöffnet. Die Frauen verneigten sich, auch Pat tat dies sofort. Sie hatte ihre Lektion gelernt, ihr tat alles weh. Aber sie wollte nicht aufgeben und nahm sich vor auf eine andere Gelegenheit zu warten.

Sinya brachte sie nach oben nachdem Herr Kaimal die Handschuhe aufgeschlossen hatte. Jila erwartete sie bereits als sie durch den Vorhang traten. Sie half ihnen beim ausziehen nachdem sie sich vor den Frauen tief verbeugt hatte. Die Fesselhandschuhe wurden durch einfache ersetzt und die Frauen bekamen die halbdurchsichtigen Burqas. Nur Pat blieb völlig nackt, sie wurde auch nicht mit der Kette angeschlossen. Jila führte die anderen zu vier Sitzkissen, sie setzten sich so das ihr Blick zur Mitte ging. Nun wurden wieder die Eisenringe um das rechte Fußgelenk geschlossen und die Ringe mit einer Kette verbunden. Diese schloss sie an einer der Säulen fest.

Pat wurde von Jila in die Mitte geführt . Die Frauen sahen nun die Spuren der Stockhiebe. Pat weinte leise und ließ alles mit sich geschehen. Jila drehte sie langsam im Kreis, an mehreren Stellen waren bereits Flecken zu sehen, an einigen Stellen war die Haut aufgeplatzt. Jila nahm einen Tiegel mit Salbe und bestrich die Stellen, danach verband sie die schlimmsten Verletzungen. Sie drückte Pat zu Boden und legte ihr eine Kette an der vier Ringe befestigt waren an. Die Ringe wurden um die Hand und Fußgelenke geschlossen. Pat kniete nun nackt vor den Frauen. Jila legte auch ihr eine dünne Burqa über. Pat schüttelte abwehrend den Kopf. Bevor Miriam etwas sagen konnte nahm Jila mit festem Griff Pats Oberarm und zog sie daran hoch. Sofort schrie Pat vor Schmerz auf. Jila ließ sie los und Pat sackte schluchzend zurück auf die Knie.

“Dürfen wir englisch reden?” fragte Miriam Jila. “Nein, kein englisch, Du wirst übersetzen was ihr redet” kam die prompte Antwort. Jila kniete hinter Miriam und würde so jedes Wort hören. Miriam ging bei der Unterhaltung kein Risiko ein und übersetzte alles so gut sie konnte.

Die Geschichten von Lucie und Pat waren gleich. Beide hatten große Schulden die von Herr Kaimal bezahlt wurden, sie hatten sich verpflichtet für einige Jahre als Sekretärin zu arbeiten. Leichtgläubig hatten sie die Verträge unterschrieben, erst jetzt verstanden sie was dies bedeutet. Pat beteiligte sich kaum an der Unterhaltung aber von Zeit zu Zeit nickte sie oder stimmte kurz zu. Miriam und die Mädchen schilderten den Alltag und versuchten die beiden so gut es ging zu trösten. Miriam schärfte ihnen ein das sie gehorchen sollten, es blieb ihnen ohnehin nichts anderes übrig. Aysha schilderte das auch sie einige Schwierigkeiten zu überwinden hatte, nun aber sehr glücklich lebte.

Während Jila etwas zu essen machte schwiegen die Frauen. Wie üblich stellte Jila das Essen auf einen der Tische und schloss dann die Kette auf. Auch Pat wurde von ihren Fesseln befreit. Sie setzten sich an den Tisch und aßen. Lucie und Pat probierten vorsichtig, dann langten sie kräftig zu. Jila war eine sehr gute Köchin. Nach dem Essen räumte sie den Tisch ab und aß schnell in der Küche. Die Frauen blieben auf ihren Plätzen sitzen.

Jila kam zurück und ging zum Computer. Sie schrieb einige Zeilen, nach ein paar Minuten kam sie zu den Frauen zurück. An Miriam gewandt sagte sie: “Ihr werdet jetzt gewaschen und die beiden gezeichnet. So wollen es die Männer.” Miriam übersetzte, Lucie und Pat fragten was “gezeichnet” bedeuten würde. Hierzu schwieg Miriam.

Jila half den Frauen beim ausziehen, Pats Verbände wurden entfernt. Auf die Wunden sprühte Jila einen Sprühverband. Miriam und die Mädchen hielten die Arme nach hinten, Lucie und Pat folgten ihrem Beispiel. Schnell fesselte Jila sie. Als Lucie protestieren wollte warf Miriam ihr einen warnenden Blick zu. Sie gingen nun ins Bad. Jila führte sie zu den Duschen. Stahlringe schlossen sich um ihre Fußgelenke, sie standen jetzt mit gespreizten Beinen. Jila band nun die Hände der Frauen so zusammen das sie sich bei den Händen hielten. Ayshas linke und Yasmins rechte Hand schloss sie mit einer kurzen Kette an der ein Ring befestigt war fest. Die Frauen standen nun mit gespreizten Armen und Beinen unbeweglich unter der Dusche. Sie sahen das auch Jila sich entkleidete und einen großen Eimer aus einem Schrank nahm. Aus dem Eimer strömte nachdem der Deckel entfernt war ein starker süßlicher Duft. Jila begann bei Aysha und bestrich ihren Körper mit der weißen Substanz die in dem Eimer war. Aysha fühlte wie die dicke Creme auf ihrem Körper verteilt wurde, es war bis auf den intensiven Geruch ein angenehmes Gefühl. Jila arbeitete schnell und sorgfältig, nach kurzer Zeit waren die Frauen vom Hals abwärts weiß, lediglich die Rückenpartie auf der die Haare lagen blieb frei. Auch sich selbst rieb Jila mit der Creme ein.

Anfangs empfanden die Frauen die Creme als angenehm. Nach ein paar Minuten begann ihre Haut leicht zu jucken, es fühlte sich wie ein Sonnenbrand an. Jila ging zu einem in der Wand hängenden Schlauch und spülte sich die Creme ab, sie rieb danach mit einem Tuch ihren Körper ab und spülte nochmals. Nun stellte sich vor die Frauen und sah mit einem spöttischen Grinsen zu ihnen. Das leichte Brennen wurde schnell zu einer Qual, sie versuchten aus ihren Fesseln zu kommen um die Creme abwischen zu können. Alle Versuche waren vergebens. Miriam bat darum das Jila die Creme entfernte aber die Sklavin sah sie nur an und grinste weiter. Es brannte wie Feuer auf der Haut, die Frauen begannen zu weinen. Jila öffnete nun die Strahlen der Dusche und aus den Wänden und der Decke ergoss sich das Wasser. Schnell war das meister von der Creme herunter, den Rest entfernte sie mit einem Schwamm. Sie ließ die Frauen noch einige Augenblicke unter dem vollen Druck der Dusche stehen, dann regelte sie den Druck herunter und begann sie zu waschen. Die Haut war bei allen krebsrot. Die Creme hatte wie es gedacht war alle Körperhaare entfernt, sie waren nun bis auf den Kopf haarlos. Die Fesseln wurden gelöst, sie wurden abgetrocknet und mit einer Pflegecreme eingerieben. Die kühlende Creme tat ihnen gut.

Im Raum kleidete Jila zuerst die Aysha und Yasmin für die Nacht. Lucie und Pat sahen dabei neugierig zu. Die Mädchen wurden in ihren Käfig geführt und dieser wurde verschlossen. Als Pat dies sah stöhnte sie kurz auf, ein warnender Blick von Jila ließ sie verstummen. Sie und Lucie wurden nun einzeln in einen Käfig gesperrt, als letztes folgte Miriam. Alle schliefen bald ein, auch Jila träumte bald. Sie genoss ihren kleinen Triumph, noch ahnte sie nicht wie teuer sie ihn bezahlen würde.

Jila weckte die Frauen und führte sie ins Bad. Alle hatten schlecht geschlafen, die Haut brannte und Pat litt unter den Folgen der Stockhiebe. Nach der Dusche rieb Jila sie mit einer Salbe ein, sie linderte die Schmerzen. Auf ein Zeichen von Jila legten sich die Frauen auf den Teppich, sie wurden gewindelt und auch die Spreizhosen wurden angelegt. Pat versuchte die Beine leicht anzuwinkeln, sie hoffte dadurch mehr Bewegungsfreiheit zu behalten. Jila setzte sich auf ihre Beine und zog die Riemen an der Spreizhose besonders fest. Pat stöhnte auf. Für Miriam, Lucie und Pat hatte Jila weiße Kaftane bereit gelegt, Yasmin und Aysha schlüpften in dunkelrote. Sie frühstückten, dann meldete Jila das die Frauen bereit waren. Miriam und die beiden neuen wurden von ihr auf die Sitzkissen gesetzt und wie gewohnt angekettet. Auch die durchsichtigen Burqas legte Jila ihnen an. Nachdem sie dies getan hatte nahm sie die Knebelmasken, rote Handschuhe und dunkelrote mit silbernen Perlen bestickte Burqas. Aysha und Yasmin wurden fertig angezogen. Sie warteten hinter dem Vorhang bis Sinya sie holte.

Aysha überlegte während sie die eingegangenen Mails beantwortete ob sie Faid von dem was passiert war erzählen sollte. Sie hatte Angst vor Jila, auch davor das ihr Vater es gut heißen würde was geschehen war. Nach einigem hin und her schickte sie eine kurze Nachricht an Faid. „Vater, bitte darf ich Dich sprechen? Es ist wichtig!“ Faid reagierte sofort. Er kam mit seinem Notebook zu ihr und verband ihren PC direkt mit dem Notebook. Dann nahm er den PC aus dem Netzwerk. Sie konnten nun ungestört reden.

Schnell erzählte Aysha was geschehen war, schilderte dass ihre Haut brannte und juckte. Faid las ohne sie zu unterbrechen. Er sagte ihr, dass er sich darum kümmern würde und ging zu Yasmin. Sie nickte nachdem sie Ayshas Bericht gelesen hatte. Faid war sich sicher das die Mädchen die Wahrheit sagten aber er brauchte Gewissheit. Von seinem PC aus befahl er Jila die Frauen an die Tür zu schicken. Schnell ging er nach oben, wartete kurz und öffnete die Tür. Miriam und die beiden anderen waren in weiße Burqas gehüllt die kein Sichtfenster aufwiesen. Die Burqas hatten statt der Sichtfenster mit Perlen bestickten halbdurchsichtigen Stoff so dass die Frauen nahezu blind waren. Sie verbeugten sich vor Faid, er führte sie in seine Räume. Hier setzte er die beiden jungen Frauen auf Kissen und kettete sie fest. Miriam führte er ins Schlafzimmer. Er nahm ihr die Burqa ab und auch die Knebelmaske.

„Aysha hat mir gesagt was passiert ist. Zieh dich aus, das will ich mir ansehen.“ Miriam gehorchte schweigend, es dauerte nicht lange und sie stand nackt vor ihrem Mann. Sonst erregte ihn dies immer, diesmal konnte er seine Wut kaum unterdrücken. Ihr Körper war krebsrot, die Haut an mehreren Stellen aufgeplatzt und blutig. „Hast Du Schmerzen?“ Miriam nickt stumm. Er befahl ihr sich wieder anzukleiden aber die Maske nicht anzulegen. Im Wohnzimmer entfernte Miriam die Masken von Pat und Lucie. Sie setzte sich auf ein Kissen und Faid kettete auch sie an. Bevor er die drei verließ sagte er: „Ich schließe ab, ihr bleibt hier. Nur ich darf euch holen, niemand sonst!“ Eilig ging er in Herrn Kaimals Büro. Er schilderte in knappen Sätzen was vorgefallen war, Herr Kaimal hörte aufmerksam und schweigend zu. Am Ende sagte Faid: „So geht es nicht, das lasse ich mit meinen Frauen nicht machen.“ Herr Kaimal nickte und meinte das Jila bestraft wird. Er fragte ob Faid Vorschläge dazu hat. Faid zuckte nur mit den Schultern. Herr Kaimal lächelte ihn an und rief Sinya .Er gab ihr eine Liste, sie verneigte sich und ging. Faid sah nun fragend zu ihm und bekam nur ein kurzes: „Sie kauft ein, es wird ein wenig dauern.“ Zur Antwort.

Bevor Sinya aus dem Haus ging zog sie sich um. Sie ging nicht gerne alleine, die Polizei achtete streng darauf dass eine Frau auf der Straße sich gut benahm. Schon dicht neben einem Mann stehen konnte Stockschläge bedeuten, stand eine Frau vor einem Schaufenster riskierte sie ebenfalls Schläge. Sinya zog die Burqa aus und legte die Sachen die sie tragen würde bereit. Zuerst die Knebelmaske, dazu eine Art Helm der am Hals geschlossen wurde. Der Helm war aus festem Leder, nur für die Augen waren Löcher eingearbeitet. Sie nahm den Zettel und befestigte ihn außen mit zwei Schlaufen am Handschuh für die rechte Hand. Die Handschuhe waren mit einer kurzen Schnur verbunden, sie würde beim Gehen die Hände dicht am Körper vor sich halten. Als erstes zog sie die Ledersäcke über die Füße, dann nahm sie den Helm und legte ihn an. Klickend schloss sich der Verschluss, sie konnte den Helm nun nur noch mit einem Schlüssel abnehmen. Über ihren Kaftan zog sie einen schweren schwarzen schleier, dann eine schwarze Burqa. Bevor sie die Handschuhe anlegte sah sie in den Spiegel. Es war alles gut bedeckt, sie konnte zum Ausgang gehen. Ihre Hände verschwanden in den Handschuhen.

Sinya ging dicht an den Mauern entlang zur Straßenecke und wartete etwas abseits bis die Fußgänger über die Straße gingen. Sie folgte ihnen so schnell sie konnte. Nun musste sie nur noch ein paar hundert Meter gerade ausgehen. Nachdem sie das Geschäft betreten hatte kniete sie am Eingang und beugte sich. Eine Frau kam zu ihr, sie richtete sich auf. Kniend hielt sie der Frau ihren Handschuh hin, hierbei achtete sie darauf dass die Burqa sie weiterhin bedeckte. Die Frau sagte ihr, dass Herr Kaimal bereits angerufen hatte, die Sachen waren bereits gepackt. Sie gab Sinya einen Beutel den sie an der Schnur zwischen den Handschuhen befestigte. Sinya verneigte sich und verließ das Geschäft. Auch auf dem Rückweg hatte sie Glück, sie kam ohne Probleme ins Haus.

Die Männer hatten in der Zwischenzeit Jila geholt. Sie kniete auf dem Boden, über sie hatte Herr Kaimal eine Decke gelegt. Ihre Hände und Füße wurden von einer schweren Kette gehalten die mit einem Ring am Boden verbunden war. Sie konnte sich nicht bewegen, wartete und hatte Angst. Ihr war klar das eine der Frauen sie verraten hatte, sie wusste nicht wer es war und was mit ihr passieren würde. Als Faid sie zur Tür befahl kam sie sofort. Er schlug sie und ließ sie auf Knien und Händen zum Fahrstuhl kriechen. Mit Schlägen brachte er sie in den Raum, hier legten die Männer ihr die Ketten an und die Decke über. Sie konnte nichts sehen und nur gedämpft hören. Sinya brachte die Sachen direkt zu Herrn Kaimal. Danach zog sie sich um. Herr Kaimal hatte ihr befohlen zu ihm zu kommen, sie betrat den Raum und auf ein Zeichen von ihm kniete sie sich in eine Ecke.

Faid war zu Miriam und den Mädchen gegangen. Er brachte sie über den Flur in ihre Räume. Sie sollten sich in identische Burqas kleiden und in Ketten legen. Miriam nahm für sie alle braune Burqas die nur einen schmalen Schlitz für die Augen hatten. Nachdem sie die Burqas angelegt hatten gab sie jeder Handschellen und kettete die Füße mit einer langen Kette an der sich Ringe befanden zusammen. Als letztes legte sie sich selbst die Handschellen an. Die Schlüssel nahm sie an sich. Faid wartete hinter der Tür. Miriam gab ihm die Schlüssel und sie gingen so schnell es ging zum Fahrstuhl. Als sie den Raum betraten knieten sie und berührten mit der Stirn den Boden. Sie durften wieder aufstehen und wurden zu Jila geführt. Sie standen im Kreis um die Decke unter der Jila reglos und still kniete.

„Es ist nicht eure Aufgabe zu bestrafen aber Faid und ich haben beschlossen, dass ihr einen Teil der Strafe tun sollt. Ihr bekommt nun jede eine Metallkugel mit einer Schnur. Die Kugel hat Stacheln. Ihr dürft Jila damit schlagen. Tut ihr es nicht oder sehen wir das ihr sie schont werdet ihr den Knüppel spüren.“ Mit diesen Worten zog Herr Kaimal die Decke weg und hielt jeder eine Kugel hin. Am anderen Ende der Schnur war eine Plastikkugel so dass die Frauen die Kugel trotz Fesselung und Burqa gut halten konnten. Sie ließen zunächst die Kugeln leicht pendeln um ein Gefühl dafür zu bekommen. Sie waren schwer und schwangen leicht hin und her. Nach einigen Schwingungen traf die erste Jila. Es gab ein klatschendes Geräusch, auf der Haut war sofort Blut zu sehen. Jila blieb stumm, sie ahnte dass dies erst der Anfang war. Pat war die erste die einen richtigen Treffer landen konnte, sie wollte Jila wehtun und holte sofort wieder aus. Auch Lucie traf gut, die beiden Mädchen ließen ihre Kugeln nur leicht gegen Jila kommen. Miriams schwang ohne sie zu berühren, sie wollte Jila nicht verletzen. Herr Kaimal sah dies und schlug Miriam mit dem Stock. Nun begann auch sie ihre Kugel auf Jila zu richten. Es dauerte nicht lange und Jila schrie laut. Ihre Haut war von kleinen offenen Wunden übersät. Blut bedeckte ihren Körper. Faid gab den Frauen das Zeichen aufzuhören. Sie traten ein Stück zurück und knieten auf dem Boden. Sinya wurde gerufen, sie half Jila den Raum zu verlassen.

„Das ist nun erledigt und ich hoffe sie wird in Zukunft vorsichtiger sein. Wir werden euch nun die unteren Räume zeigen. Bald werden die ersten Gäste hier sein und dann müsst ihr euch in den Zimmern auskennen. Also merkt euch alles was wir euch sagen gut.“

Die Frauen verneigten sich und durften dann aufstehen. Faid nahm ihnen die Fußkette ab. Yasmin streckte unter der Burqa die Hände ein wenig vor. Die Handschellen blieben wo sie waren, sie gingen sie zum Fahrstuhl und fuhren ins Erdgeschoß. Hier zeigte Herr Kaimal ihnen zunächst die Sicherung an der Tür. Sie ließ sich mit einer Karte öffnen die in einen Schlitz gesteckt wurde. Zusätzlich musste dann ein Code eingegeben werden. Da die Frauen weder diese Karte hatten noch den Code kannten war es für sie unmöglich die Tür zu öffnen. Sie gingen nun in den Innenhof.

An einem Pool standen mehrere Liegen und Sonnenschirme. Die Frauen konnten undeutlich eine hohe Mauer erkennen die den Hof umschloss. Die Liegen waren für die Gäste, ebenso wie der Pool. Die Frau die hier zur Bedienung eingeteilt war würde gewiss nicht auf der Liege sein oder im Pool schwimmen. Im Haus gingen sie in eines der Appartements. Alle hatten einen identischen Grundschnitt. Zunächst ein kleiner Vorraum in dem sich die Tür zum Bad und die Garderobe befanden. Danach kam man in eine Art Wohnraum in dem es einen Fernseher, einen Tisch, einen Schreibtisch und bequeme Stühle gab. In einer Ecke lag eine Matratze, ihnen wurde gesagt dass sie sich dort hinknien sollten wenn dies die Gäste wünschten. Im Schlafzimmer gab es ein bequemes Bett, einen großen Garderobenschrank und einen Käfig. Dieser konnte von den Gästen nach Belieben benutzt werden. Wie in Rifan üblich waren in den Apartments einige Ringe und Fesselmöglichkeiten fest installiert. Faid sagte ausdrücklich das die Gäste das Recht haben nach Rücksprache mit ihm oder Herrn Kaimal auch die Frauen zu bestrafen wenn diese sich schlecht benahmen. Sie gingen in den Raum zurück, die Frauen wurden in die Käfige geschickt. Herr Kaimal stellte sich vor sie und sagte:

„Ihr habt nun alles einmal gesehen. Wenn die Gäste da sind wird eine von euch oder zwei dort arbeiten. Das heißt ihr macht sauber, ihr bringt was die Gäste wollen. Ihr werdet nicht reden, auch nicht schreiben. Wenn ihr das tut werdet ihr bestraft. Auch werdet ihr nicht etwas von den Sachen der Gäste für euch nehmen. Wenn ihr in ein Zimmer geht und es ist jemand dort kniet ihr und wartet bis es erlaubt ist. Wenn ihr im Zimmer seid macht ihr was man euch sagt. Bevor ihr geht kniet ihr und wartet auf Erlaubnis. Die ersten Gäste kommen morgen, Yasmin und Aysha werden das Apartment 3 fertig machen. Die anderen gehen nach oben. Kümmert euch um Jila.“

Die Käfige wurden geöffnet und die Frauen krochen heraus. Sie verneigten sich, Sinya brachte Miriam, Lucie und Pat nach oben. Als sie in ihrem Raum waren nahm Miriam ihnen die Burqas und die Masken ab. Die Handschellen hatte Faid ihnen unten aufgeschlossen. Jila lag in einer Ecke und weinte. Sie war mit Blut beschmiert und einige Wunden bluteten immer noch. Miriam suchte für Pat und Lucie die durchsichtigen Burqas heraus. Sie setzten sich auf Kissen. Nun begann Miriam vorsichtig Jila zu waschen und ihre Wunden zu versorgen. Jila weinte weiter aber sie sah Miriam dankbar an. Nachdem sie fertig war sagte sie ihr dass sie liegen bleiben sollte. Jila nickte. Miriam gab ihr eine leichte Decke. Nun legte auch Miriam eine der leichten Burqas über und setzte sich. Sie fragte sich wann Jila wieder gesund sein würde und beschloss bis dahin zu kochen und mit den anderen zusammen zu putzen. Ob Faid ihnen erlaubte allein zu duschen wusste sie nicht, sie stand auf und schrieb eine kurze Nachricht an ihn. Seine Antwort war klar. Sinya würde zu ihnen kommen. Miriam verneigte sich und schrieb: „Ja Herr, ich danke dir!“

Sinya brachte die Mädchen zum Apartment. Sie nahmen Putzmittel aus einem Schrank im Flur und fingen an zu putzen. Es dauerte lange, obwohl die Mädchen versuchten sich zu beeilen. Unter den Burqas wurde ihnen sehr warm, sie hatten Schwierigkeiten die Putzsachen zu halten und alles gut zu säubern. Als letztes bezogen sie das Bett, danach brachte Sinya sie nach oben. Miriam nahm ihnen die Masken ab, als nun alle saßen sagte sie:

„Hier wird sich nun einiges ändern, wir werden sehen wie es wird. Tut bitte was man euch sagt und macht keine Schwierigkeiten.“ Sie sah Pat bei den letzten Worten an. Pat nickte und schwieg. Sie hoffte immer noch zu entkommen. Vielleicht waren die Gäste eine Chance. Yasmin meinte das es zumindest nett wäre wenn auch andere Leute im Haus wären, Aysha stimmte dem zu. Zwar würden sie nicht mit den Gästen reden können aber schon die Anwesenheit wäre eine Abwechslung. Sie redeten noch einige Zeit, dann machte Miriam ein Abendessen und bald kam Sinya um sie zu duschen und zur Nacht einzuschließen.

Die Geschichte wird bald fortgesetzt.

Kommentare und Kritik sind ausdrücklich erwünscht, das Copyright liegt bei mir.
Janet
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