Moderne Zeiten: Teil 1

Moderne Zeiten

von Janet

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Teil 1

Samantha und Celine.  Mister und Miss Jenkins sind beide Mitte 40. Sie sind seit nunmehr 22 Jahren glücklich verheiratet, lieben sich nach wie vor sehr und erziehen gemeinsam ihre beiden Töchter, die sie oft ihre Prinzessinnen nennen streng und liebevoll. Samantha ist 18, ein lebhaftes und oft ungestümes Mädchen das gelegentlich in Schwierigkeiten steckt, ihre Schwester Celine ist 20 und von ruhigem Wesen. Samantha besucht die Schule, Celine bereitet sich in Kursen auf ihr Leben als Frau und Mutter vor.

Vorwort:

Im Jahr 2150 beschlossen die Vereinigen Europäischen Staaten mit einer radikalen Reform der Gesellschaft dem Raubbau an den Ressourcen und vor allem den immer drängender werdenden sozialen Problemen Herr zu werden. Es wurde eine Art „Flashback“ einvernehmlich beschlossen. Die Verwendung fossiler Brennstoffe wurde verboten, Energie wurde nur noch über regenerierbare Träger gewonnen und insbesondere durch Wind, Sonne und Gezeitenkraftwerke erzeugt. Den dadurch zwangsläufig eintretenden Wegfall von Arbeitskräften kompensierte man durch einschneidende Maßnahmen. Frauen durften weiterhin in bestimmten Berufen und unter Aufsicht arbeiten. Sie arbeiteten als weibliche Lehrkräfte die Mädchen unterrichteten, in Krankenhäusern als Schwestern und auch als Dienstmädchen und Zimmermädchen. Ebenso war es ihnen erlaubt in Geschäften für Frauen und in Schönheitssalons tätig zu sein. Das erzielte Einkommen wurde direkt auf das Konto des Mannes bzw. der Eltern überwiesen.

Jede Frau die ihren Arbeitsplatz freiwillig aufgab erhielt eine einmalige Zahlung in Höhe von 6 Monatsgehältern sowie eine Fortzahlung des Gehalts für ein Jahr. Nahm eine Frau freiwillig am sogenannten „refeminisation programm“ teil wurden ihr darüber hinaus sämtliche dafür notwendigen Auslagen erstattet und sie erhielt beträchtliche Vergünstigungen. Frauen die im programm waren durften gratis öffentliche Verkehrsmittel benutzen, erhielten freien Eintritt in Konzerte, Kinos und andere Einrichtungen. Die Frauen verpflichteten sich im Gegenzug angemessen gekleidet zu sein und sich einigen Regeln zu unterwerfen. Sie trugen vom Beginn ihres Eintritts ins programm an lange Kleider im Stil vergangener Epochen, ließen sich schnüren und verbargen ihr Gesicht und ihr Haar hinter einem Schleier. Bald wurden Knebelund Keuschheitsgürtel für Frauen obligatorisch und auch dezente Fesselungen kamen in Mode. Nach anfänglichen Schwierigkeiten begannen mehr und mehr Frauen sich diesen Restriktionen zu beugen. Binnen weniger Jahre wurde so die Gesellschaft hin zu einer männlich dominierten, in vielem der viktorianischen Epoche ähnelnden, Welt verändert.  Diese Veränderungen geschahen sicher kurz vor dem Kollaps aber noch rechtzeitig.

 

Alltag

Der Tag beginnt

Julia Jenkins öffnete die Augen und sah auf den Wecker. Wie immer wachte sie kurz vor dem Klingeln auf. Sie gähnte und schaltete ihn aus. Es war kurz vor 6, die Sonne ging auf und schien durch das Fenster auf sie. Sie drehte sich zu ihrem Mann, sah dass er friedlich schlief, sah sein Lächeln und betrachtete ihn einen Moment. Wie immer dankte sie Gott still für ihn, dankte dafür dass sie ihm gehören durfte. Sanft küsste sie ihn wach. Er öffnete die Augen, blinzelte und lächelte sie an.  „Guten Morgen mein Schatz, hast Du gut geschlafen?“ Sie sah ihn fragend an, er erwiderte den Gruß und bejahte. „Neben dir immer Königin!“ Königin, sie hörte es gerne denn sie wusste das er sie so sah. Er streckte seinen rechten Arm aus, sie kuschelte sich an ihn. Nach einer Weile sagte sie seufzend. „Wenn wir nicht gleich aufstehen wird es knapp.“ Er nickte, sie standen beide auf. Schnell half er seiner Frau aus dem Nachthemd mit den langen Ärmeln an denen Stoffbälle angenäht waren.  Danach zog er ihr die gepolsterte Hose mit der Stahlplatte im Schritt aus und befreite sie auch von dem Nacht-BH der mit kleinen Nadeln versehen war die bei jeder unsittlichen Berührung schmerzhaft in die Brustwarzen stachen. All dies diente dazu die Frauen vor sich selbst zu bewahren und sie von Sünde fern zu halten. Julia lief schnell ins Bad, danach kam sie zu wieder zurück. Robert umarmte sie und drückte sie fest an sich. Sie erwiderte den Druck, es fiel ihr wie immer schwer sich von ihm zu lösen.

„So, dann wollen wir dich mal anziehen.“ Mit diesen Worten nahm Robert den schweren Stahlgürtel der Julias Unterleib über den Tag umschloss. Sie stellte sich etwas breitbeinig vor ihn, er legte ihr den Gürtel um. Zwei laute Klicks waren zu hören, dann steckte sie im KG. Seidenstrümpfe und Unterkleid sowie Pumps wurden ihr angezogen, dann schnürte Robert sie in ein Vollkorsett. „Hey, nicht so fest! Ich will heute noch Wäsche aufhängen“, Julia protestierte ebenso energisch wie vergebens. Sie kannte ihn gut genug um zu wissen dass er nicht auf sie hören würde. „Da will ich dich nicht von abhalten“, lachend küsste er sie auf die Nase während er einen schmalen Reifrock über sie zog und ihn am Korsett befestigte. Es folgten mehrere zusammengenähte Unterröcke und ein weiteres Unterkleid sowie ein Kissen das ihrem Bustle mehr Fülle geben würde. Als letztes zog er ihr ein Tageskleid über. Die Stoffbahnen des Kleides und das Bustle betonten ihre geschnürte Taille.

Während sie die beiden Mädchen wecken ging machte Robert sich fertig für den Tag. Frisch geduscht, glatt rasiert und in einem gut sitzenden Anzug war er schnell für den Tag bereit. Wie meistens in der Woche ging er in die Küche und bereitete das Frühstück vor. So gewannen sie Zeit, während die Mädchen in Ruhe eingekleidet wurden deckte er den Tisch und stellte alles bereit.

Die beiden Mädchen schliefen eng aneinander gekuschelt in dem durch Gitter gesicherten Doppelbett. Julia senkte leise und vorsichtig die Gitter, dann strich sie sanft über Celines Kopf. Ebenso wie ihre Schwester trug Celine eine Nachthaube die ihren Kopf vollständig einschloss. Julia löste den Lederriemen der die Haube am Hals hielt und weckte dann Samantha. Beide blinzelten sie verschlafen an. „Guten Morgen ihr beiden. Gut geschlafen.“ Samantha gähnte und nickte, Celine erwiderte den Gruß. Sie war wie immer schneller wach als ihre Schwester. „Hast du auch gut geschlafen Mami? Und Pa auch?“ Celine rekelte sich während sie fragte. Julia bejahte, dann half sie ihren Töchtern aus dem Bett. Die Nachthemden wurden ausgezogen, ebenso die Nachthosen und die BHs. Nackt gingen die beiden Mädchen ins Bad. Als sie wieder kamen kleidete Julia sie ein. Sie schnürte die beiden eng. Samantha maulte, Julia wies sie zurecht. „Wenn du nicht gleich ruhig bist zieh ich noch doller.“ Samantha schwieg, sie wusste dass die Drohung ernst gemeint war. Kurz darauf gingen die drei nach unten. Die beiden Mädchen knicksten tief vor ihrem Vater, danach umarmte er die beiden. Julia beobachtete lächelnd dies morgendliche Ritual.  Julia nahm den Kaffee aus der Maschine und füllte ihn in die Warmhaltekanne die sie auf den Tisch stellte.

Mister Jenkins nahm auf einem Stuhl platzt, die drei Frauen stellten sich an den Tisch. Sie betätigten einen Schalter der im Boden eingesenkte Stützen auf denen eine gut gepolsterte Platte saß nach oben fahren ließ.  Diese Platte wurde nun unter ihren Röcken langsam nach oben gefahren . Die Frauen nahmen auf den Frauenstühlen platzt. Diese Sitzgelegenheiten gab es überall, so konnten die Frauen bequem sitzen ohne dass ihre Kleidung zerdrückt und unansehnlich wurde. Samantha spielte mit dem Schalter und ließ den Sitz rauf und runter fahren. Mister Jenkins sah sie strafend an, sie lächelte und zog einen Schmollmund. Er sprach ein Tischgebet, dann wünschte er allen Guten Appetit. Julia gab den Korb mit den aufgebackenen Brötchen herum, bald aßen alle und plauderten fröhlich. Celine sah ihren Vater an und fragte: „Papa, wann soll ich heute wieder hier sein?“ Er sah kurz auf und erwiderte: „Wieso, hast Du noch was vor Prinzessin?“ Sie nickte und meinte dann „Ja schon aber ich will nicht sagen was. Bitte erlaubst du mir noch bisschen weg zu bleiben und shoppen zu gehen?“ Sie fügte schnell „nicht lange und auch nichts schlechtes, ehrlich!“ hinzu. Mister Jenkins lachte. „Bei DIR habe ich da auch keine Bedenken Süße.“ Samantha sah kurz auf und rollte mit den Augen. Sie wusste warum ihr Vater das „dir“ so betonte. Ihr stand eine Verhandlung bevor, sie hatte im Streit mit einem anderen Mädchen ihre Handkette um den Hals der Gegnerin gelegt. Ihr war klar dass dies nicht wie das letzte Mal als sie in Schwierigkeiten war mit Hausarrest abgetan sein würde. Der Gedanke an all das ließ ihren Appetit schwinden, sie legte das Brötchen auf den Teller und trank ihren Saft aus. Auch Celine und Julia beendeten bald ihr Frühstück. Die Frauen warteten bis der Hausherr fertig war, dann standen sie auf und ließen die Frauenstühle zu Boden gleiten.

„Julia, machst du bitte die beiden jungen Damen fertig?“ Mister Jenkins sah seine Frau an. Dann sagte er „Halt, kommt mal beide her. Ich muss euch noch programmieren.“ Er nahm sein Handy und tippte etwas ein. Das Gerät stellte die Verbindung zu Celines Gürtel her, ein grüner Punkt leuchtete auf. „Wie lange brauchst du, Celine? Reichen 2 Stunden?“ Sie nickte und sagte dann „kann ich bitte noch etwas Geld haben Papa?“ Er nickte und sah auf ihr Konto. „Ich lade dreihundert Euro auf, aber sei sparsam. Du weißt…“ Lachend fiel Celine ihm ins Wort „eine sparsame Frau bringt dem Mann Wohlstand.“ Er grinste und nickte. Celine bedankte sich bei ihrem Vater mit einem Kuss. Dann programmierte er Samanthas Gürtel. „So, dann ab mit euch. Eure Mutter hilft euch.“ Samantha sah ihren Vater an und fragte „kann ich nicht mit dir fahren, Papa?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein, ich muss in die andere Richtung. Celine nimmt dich mit.“ Sie seufzte und fügte sich. Es war allemal besser als Bus fahren. Die beiden Mädchen gaben ihrem Vater einen Kuss und wünschten ihm einen schönen Tag. Dann folgten sie ihrer Mutter in ein kleines  Ankleidezimmer neben dem Wohnzimmer.

Celine hielt Samanthas Haar zusammen so dass Julia einen weißen Leinenbeutel über die Haare stülpen konnte. Sie achtete sorgfältig darauf dass alle Haar im Beutel waren, dann zog sie ihn bis an den Haaransatz vor. Ein stabiles Gummiband hielt ihn fest, er reichte bis unter das Kinn. Auch Celines langes Haar verschwand in so einem Beutel. Als nächstes bekamen die Mädchen die Knebel. Sie öffneten den Mund, Julia setzte die Knebel ein. Dann führte sie die Lederriemen der Knebel nach hinten und straffte sie etwas. Schlösser sicherten die Riemen. In der Mitte der Knebel saßen Pfropfen so dass die Mädchen über den Tag trinken und auch pürierte Nahrung zu sich nehmen konnten. Sie fragte beide: „ist gut so“. Celine nickte, Samantha machte ein knurrendes Geräusch. Julia löste den Riemen bei Samantha etwas, nun nickte auch Samantha. Sie drückte bei beiden auf einen kleinen Knopf an den Schlössern, eine Kontrollleuchte  zeigte grün. Die Verschlüsse waren aktiviert. Die Riemen waren zuvor von ihr durch Schlaufen an den Beuteln geführt worden so dass sie nicht verrutschen konnten. Die Mädchen stülpten nun Hauben aus weißer Seide über die nur ihr Gesicht unbedeckt ließen.  Die Hauben hatten hinten Aussparungen für die Haarbeutel. Sie lagen eng an. Julia knöpfte die Hauben hinten am Hals zu, danach steckte sie die Hauben in die Kragen. Zwei Gesichtsschleier verbargen die Knebel und die untere Gesichtshälfte, sie wurden von Bändern die durch Schlaufen an der Haube führten gehalten. Julia legte den beiden nun die Schleier auf und steckte sie mit Nadeln vorsichtig fest. Nachdem sie ihre Handschuhe übergestreift hatten hoben sie ihre Röcke. Ihr Vater bestand darauf das sie außer Haus Fußketten trugen, sie fügten sich wenn auch gelegentlich murrend seinem Willen. Auch Handketten wurden ihnen angelegt. Herr Jenkins nannte die Ketten „eine kleine Erinnerung für euch“. Ja, sie wurden bei jedem Schritt und bei jeder Bewegung der Arme deutlich daran erinnert das eine Frau tugendhaft, bescheiden und zurückhaltend sein soll. Julia war einen letzten prüfenden Blick auf die beiden, dann nickte sie und öffnete die Tür.

Teil 2


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