Moderne Zeiten: Teil 2

Teil 2

Teil 1

Zum Abschied umarmte sie die beiden Mädchen, dann gingen Celine und Samantha hinaus. Es war ein angenehm warmer Tag. Die Luft war rein und sauber. Celine hatte Bilder und Videos gesehen von den alten Tagen in denen die stinkenden Autos fuhren. Ihr schauderte bei dem Gedanken in so einer Welt leben zu müssen.  Jetzt war alles hell, freundlich und ruhig. Sogar Tiere lebten wieder in den Städten. Sie sah ein Eichhörnchen auf dem Rasen sitzen und deutete darauf. Samantha nickte, auch sie hatte es gesehen. Die beiden gingen mit kleinen Schritten zum Carport. Neben dem Viersitzer stand Celines kleiner Wagen. Ihr Vater hatte ihr zum 18. Geburtstag den Wagen geschenkt. Der Wagen ähnelte den Kleinfahrzeugen die zu Anfang der Elektroautos gebaut wurden. Ein offener Zweisitzer, der zweite Sitz war gegen die Fahrtrichtung montiert und diente meistens als Gepäckablage. Bei schlechtem Wetter nahm Celine lieber den Bus, bei schönem Wetter genoss sie es mit ihrem Auto zu fahren. Samantha setzte sich auf den Rücksitz, Celine half ihr sich anzuschnallen und ihre Röcke glatt zu streichen. Besonders achtete sie darauf dass niemand Samantha unter die Röcke sehen konnte. Dann legte sie einen Sicherungsbügel über Samanthas Oberschenkel und führte einen breiten Gurt von unten zum Bügel. Dieser Gurt war auch zum Halten von Gepäck gedacht, jetzt sollte er die Röcke unten halten. Sie sah ihre Schwester an, als sich ihre Blicke trafen zwinkerten beide. Die Mädchen verstanden sich auch ohne Worte. Celine nahm nun vorne Platz. Sie wartete einen Augenblick, dann hatte sich ihr Gürtel mit dem Auto verbunden. Auf dem Display erschien eine Karte auf der Samanthas Schule und auch ihr Ziel markiert waren. Sie sah kurz auf die Daten unterhalb der Karte. Die Akkus waren voll und auch sonst sah alles normal aus. Bevor sie losfuhr schnallte sie sich an und legte den Bügel über. Da der Wagen vorne einen Wetterschutz hatte saß sie besser verborgen als ihre Schwester. Celine legte die linke Hand auf ihre Röcke, den Joystick hatte ihr Vater für sie rechts montiert. Sie drückte den roten Knopf oben auf dem Stick, ein grünes Signal zeigte ihr das der Wagen abfahrbereit war. Die Route wurde angezeigt, Celine bestätigte die Angaben mit einem erneuten Druck auf den Startknopf.  Sie schob den Stick etwas nach vorne, der kleine Wagen rollte langsam die Auffahrt hinunter. Celine sah nach links und rechts, die Straße war frei.

Sie fuhr langsam auf die Straße, wie jeder Frauenwagen war auch ihrer auf 15 Km/h begrenzt wenn sie selber lenkte. Die Wagen der Männer waren deutlich schneller, Celine wünschte oft das auch sie schneller fahren könnte aber zum Schutz der Frauen war diese Sperre sicherlich sinnvoll. Sie lenkte mit dem Joystick und erreichte die Hauptstraße. Das Display zeigte ihr einen grünen Pfeil nach rechts, sie bog ab und ordnete sich rechts auf der den Frauen erlaubten Spur ein. Das Display blinkte, er erschien AUTO auf dem Schirm. Celine drückte kurz auf den Knopf, das Blinken hörte auf und der Wagen beschleunigte auf 25 km/h. Der Computer im Fahrzeug hatte sich über eine Induktionsschleife mit dem Verkehrsrechner verbunden. Sie wurde nun vom Zentralrechner geführt. Wie vorgeschrieben nahm sie die rechte Hand vom Stick und faltete ihre Hände im Schoß. Sie hatte schon einmal eine Strafe bekommen weil sie nicht korrekt saß. Das ihr 20 Euro abgezogen wurden konnte sie verschmerzen aber das ihr Vater ebenfalls Ärger bekommen hatte tat ihr bis heute leid. Als Haushaltsvorstand war er für sie verantwortlich, sie wollte ihm keine Probleme bereiten.

Während der Fahrt sah Samantha unauffällig umher. Sie sah eine Gruppe junger Männer beim Jogging und beneidete sie wie immer. Auch sie wäre gerne so frei gelaufen. Sie sah auch Frauen die langsam hintereinander gingen und an Bushaltestellen warteten. Der Gegensatz zwischen den Männern und den Frauen konnte kaum größer sein. Die Frauen waren fast unbeweglich in ihren Kleidern, die Männer bewegten sich ungehindert. Samantha biss auf ihren Knebel, sie wurde wie so oft wütend. Ja, sie wusste das all dies zum Wohl der Frauen war, wusste das Gott es so wollte, aber es machte sie wütend. Ihre Schwester war anders, fügte sich in dieses Leben statt immer wieder zu rebellieren.

Ein lauter Warnpfiff ertönte und das Display begann zu blinken. Celine drückte auf dem Knopf, der Pfiff erlosch und das Blinken hörte auf. Der Wagen verließ die Hauptstraße, sie lenkte ihn nun wieder über den Stick. Langsam fuhren sie auf Samanthas Schule zu. Celine hielt an einer roten Ampel, als dies grün wurde fuhr sie bis vor den Eingang. Auf dem Display blinkte ein Stern neben dem ersten Ziel, dazu ein roter Punkt in dem eine 2 zu sehen war. Samantha löste den Gurt der ihre Röcke sicherte und klappte den Sicherungsbügel auf. Danach löste sie den Gurt. Celines Bügel öffnete sich nicht, sie blieb im Wagen sitzen. Ihre Schwester stand auf, ordnete kurz ihre Röcke und streckte beide Hände aus. Die Mädchen verabschiedeten sich immer indem sie sich beide Hände gaben. Samantha deutete einen Knicks an, dann ging sie langsam auf das Schulgebäude zu. Celine sah ihr kurz nach, dann drückte sie wieder auf den Knopf und fuhr zur Hauptstraße zurück.

 

Die Schule

Nachdem Samantha die Schule betreten hatte ging sie auf eine Reihe von Türen zu. Sie sahen aus wie Fahrstuhltüren. Sie wartete einen Moment, dann hörte sie einen Gong und eine Tür öffnete sich. Sie trat ein, dann drehte sie sich nach links. Auf dem Display in der Wand erschien „Guten Morgen, bitte warte“. Samantha stand still während das System der Schule sich mit ihrem Gürtel verband. Es erschien nun „Willkommen Samantha. Deine erste Stunde ist in Raum 7. Bitte warte.“ Geduldig wartete Samantha, sie wusste dass jetzt eine Info-mail an ihren Vater geschickt wurde und auch das Schulsekretariat informiert wurde. Der Bildschirm blinkte kurz, dann las sie: „Bitte geh hinein. Einen schönen Tag!“ Samantha deutete einen Knicks an, dann drehte sie sich zur Tür. Die Tür öffnete sich, sie ging langsam zu Raum 7. Dort warteten bereits fünf Mädchen an der Wand vor dem Eingang. Samantha stellte sich zu ihnen. Wie vorgeschrieben stand sie mit dem Rücken zur Wand und hielt den Blick gesenkt. Wie so oft fragte sie sich wer ihre Mitschülerinnen waren. Obwohl sie seit zwei Jahren mit ihnen in einer Klasse war wusste sie nicht mehr als den Namen von ihnen und konnte sie auch kaum identifizieren. Das Mädchen neben ihr erkannte sie am Kleid, sie hieß Claudia. Mehr wusste Samantha nicht von ihr und mehr würde sie von Claudia auch nicht erfahren.

Es dauerte nicht lange bis ein Lehrer kam und sie in den Raum führte. In einem Halbkreis waren auf Tischen Monitore und Tastaturen aufgereiht, davor Frauensitze die noch im Boden versenkt waren. An der Stirnseite des Halbkreises sah man einen Schreibtisch. Für die Lehrer war ein Stuhl bereit gestellt, die Lehrerinnen konnten einen Frauensitz benutzen. Die Schülerinnen gingen an ihre Plätze und setzten sich. Danach  schlossen sie ihre Handketten mit einem Ring am Tisch fest. Der Lehrer überprüfte dies und schaltete dann die Monitore ein.  Er ging wortlos hinaus. Die Schülerinnen warteten ein paar Minuten, dann kam ihre Lehrerin. Sie setzte sich auf den Platz hinter dem Schreibtisch. Auf den Monitoren der Schülerinnen erschien nun „Guten Morgen. Wir beginnen mit dem Unterricht.“

Samantha tippte wie alle anderen auch „Guten Morgen  Miss Dawson.“ Der Unterricht lief in weiten Teilen in einem Chat in dem die Schülerinnen die Antworten der anderen lesen konnten nachdem sie ihre Antwort gesendet hatten. Lediglich bei speziell an sie gerichtete Fragen oder auch Hinweise konnten die anderen nicht mitreden. Samantha seufzte in ihren Knebel. Sie hasste Geographie und war dementsprechend  schlecht in dem Fach. Mit Schrecken las sie „Ihr werdet jetzt einen Test schreiben. Ich gebe euch 20 Minuten Zeit.“ Es erschien ein Multiple Choice Feld auf dem Schirm. Samantha nahm ebenso wie die anderen die Maus und begann Antworten anzuklicken. Die ersten Fragen waren relativ einfach. Sie sollte Städte den jeweiligen Ländern der Europäischen Staaten zuordnen. Das Paris in Frankreich war wusste sie, ebenso Rom in Italien. Sie klickte sich schnell durch die betreffenden Fragen.  Es kam nun dazu Flüsse zuzuordnen, hier musste sie ein oder zweimal raten. Die Elbe und auch die Themse machten ihr wenige Probleme aber bei anderen war sie sich nicht sicher. Sie bedauerte es wie so oft das sie nicht mehr gelernt hatte. Der nächste Block ließ sie fast verzweifeln, Gebirge und große Waldgebiete kannte sie größtenteils nur vom Namen. Mitten in diesen Fragen wurde der Bildschirm schwarz, die 20 Minuten waren um. Die Auswertung durch das System dauerte nur Sekunden, dann hatten alle Schülerinnen das Ergebnis. Samantha und 2 Mitschülerinnen hatten das Testziel verfehlt.  Samantha schluckte trocken. Ihr war ebenso wie die beiden anderen klar was jetzt kommen würde. Miss Dawson lobte zunächst die Schülerinnen die den Test bestanden hatten, besonders die zwei die alle Fragen geschafft hatten. Dann kam sie zu Samantha und den beiden anderen.

„Ihr wart offensichtlich faul. Wie ihr wisst zahlen eure Väter viel Geld dafür dass ihr hier etwas lernt und nicht dafür das ihr nichts dafür tut.  Faulheit ist eine Sünde, Sünde führt in die Hölle. Bitte steht auf.“ Samantha ließ ihren Stuhl zu Boden gleiten und stand nun an ihrem Platz. Die am Ring befestigte Kette hielt sie fest. Miss Dawson tippte etwas auf ihrem Pult ein. Samantha fühlte wie zwei dünne Metallstangen unter ihren Röcken nach oben fuhren. „Was jetzt passiert verdankt ihr eurer Faulheit, merkt euch das für die Zukunft.“ Samantha biss auf den Knebel. Die Metallstangen wurden elektrisch geladen, sie erhielt mehrere Stromschläge. Trotz der Kette versuchte sie den Schlägen zu entkommen aber sie hatte natürlich keine Chance.  Auch die beiden anderen Mädchen bewegten sich ruckartig hin und her. Die Stangen fuhren wieder herunter, die Mädchen konnten sich wieder setzen. Samantha spürte ein schmerzhaftes Brennen an ihren Beinen. Sicherlich war ihr Vater wütend auf sie, sie würde zu Hause gewiss noch Ärger kriegen. „Alles nur wegen diesen blöden Bergen“ dachte sie bei sich. Wie von ihr erwartet tippte sie „Vielen Dank Miss Dawson, ich werde mich bessern“.  Miss Dawson antwortete „Das hoffe ich sehr Samantha. Dein Vater wurde soeben informiert.“ Samantha seufzte, es war ihr klar das dies geschah.

Nach dem Test zeigte Miss Dawson den Mädchen einen kurzen Lehrfilm über die verschiedenen Klimazonen. Es war zu sehen wie sich die Erde seit der Neuerung erholt hatte, wie die Wüsten wieder zurückgingen und auch die extremen Wetterphänomene zurückgingen. Nach dem Film sagte sie „lasst uns dankbar dafür sein das die Menschen doch noch vernünftig wurden. Nach einer kurzen Pause in der ihr etwas trinken dürft setzen wir den Unterricht fort“. Sie ging zu einem Kühlschrank und nahm für jede Schülerin und sich selbst eine  Glasflasche heraus. Die Flaschen hatten am Hals einen bündig mit den Knebeln abschließenden Gummipropfen. Nachdem alle etwas zu trinken hatten tippe sie „Trinkt jetzt bitte“ ein. Sie nahmen die Stopfen aus den Knebeln und setzten die Flaschen an. Samantha trank gierig, sie hatte Durst. Nach dem die Flaschen leer waren sammelte Miss Dawson sie wieder ein und stellte sie in einen Korb. Einwegflaschen waren schon seit langem abgeschafft.

Miss Dawson setzte den Unterricht  mit Sozialkunde fort. „Wie ihr wisst haben die Frauen in unserer Gesellschaft außer Pflichten auch Rechte. Bitte nennt mir ein paar Beispiele. Samantha überlegte kurz, dann schrieb sie: „Das Recht darauf das der Mann für sie sorgt und auch das sie immer bei ihm bleiben darf. Auch das sie essen, trinken, Kleidung, Wohnung hat.“ Sie schickte ihre Antwort und sah die ersten Antworten der anderen. Die meisten hatten ähnlich geantwortet, ein Mädchen hatte noch geschrieben „das ihr Mann sie beschützt“. Miss Dawson sah die Antworten durch, dann schrieb sie „ihr habt alle gut geantwortet. Das ist alles richtig und auch von Gott so gewollt. Eines finde ich besonders interessant, nämlich das beschützt werden. Wovor Elisabeth, hast du da an etwas Bestimmtes gedacht?“ Elisabeth schrieb: „so eigentlich vor allem, also auch vor uns selbst weil wir doch schwach sind und weil der Teufel uns immer wieder versucht“. Miss Dawson dankte ihr für die Antwort, dann fragte sie: „Wie werdet ihr geschützt, nennt da mal ein paar Beispiele.“ Samantha dachte kurz nach, dann tippte sie: „Mit Regeln, auch Verboten. Zum Beispiel das wir nicht irgendwo hin gehen dürfen und immer fragen sollen. Auch das wir nicht reden dürfen. Da hilft der Knebel.  Damit wir nicht was Schlechtes machen sind wir ja eingeschlossen und auch im Korsett.“ Miss Dawson lobte sie für die Antwort, dann stellte sie noch weitere Fragen bis ein lauter Klingelton zu hören war. Sie schrieb: „Wir wollen nun beten!“ Die Mädchen standen auf. Tische und Sitze glitten langsam zu Boden. Die Ketten zogen die Mädchen nach unten, sie knieten nun an ihren Plätzen. Samantha faltete die Hände und begann mit Gott zu reden. Sie bat ihn um Schutz für ihre Eltern und Celine, auch für die Lehrerinnen und Lehrer und für alle Menschen. Danach dankte sie ihm für all das gute das er gab.  Sie war fromm, nicht weil sie es sein musste sondern weil sie in ihrem Glauben froh war. Als die Glocke wieder ertönte beendete sie das Gebet. Tische und Stühle fuhren wieder in die normale Position, der Unterricht ging weiter.

Nach dem Unterricht verließ Samantha die Schule und ging zur Bushaltestelle. Sie hatte Glück, der Bus kam kurz nachdem sie an der Haltestelle war. Er hielt, sie stieg vorne ein und blieb vor einer Schranke stehen. Es dauerte einen kleinen Moment, dann öffnete sich die Schranke, auf einem Display sah sie ein grünes Licht auf einem Feld. Sie ging ohne Hast zu der bezeichneten Kabine. Für jede Frau gab es links und rechts vom Gang fensterlose Einzelkabinen. Sie waren groß genug das die Frauen darin stehen konnten, sitzen war nicht möglich. Betrat eine Frau die Kabine verriegelte sich die Kabinentür automatisch. Sie öffnete sich erst wenn die Frau an der betreffenden Haltestelle angekommen war.  Bevor der Bus anfuhr stellte Samantha sich grade in Fahrtrichtung hin und legte  ihre Hände auf eine Stange die vor ihr montiert war. Sie drückte die Stange leicht herunter. Mehrere Luftsäcke die in den Wänden montiert waren füllten sich und hielten sie mit sanftem Druck fest. Sie stand nun sicher und geschützt in der Kabine. Vor ihren Augen war ein Monitor in die Wand eingelassen der die Fahrtroute des Busses zeigte und ihre Haltestelle. Sie konnte sehen wie sich der grüne Punkt der den Bus darstellte auf die Haltestelle zubewegte. Die Stange hielt sie mit beiden Händen gedrückt bis der Bus an ihrer Haltestelle hielt. Die Luft aus den Säcken wurde abgelassen, die Tür öffnete sich. Samantha ging zum Heck des Busses. Sie musste kurz an der hinteren Tür warten, dann öffnete sie sich  und Samantha trat auf den Fußweg.

Sie hatte nur eine kurze Strecke zu Fuß bis zum Haus. Vor ihr gingen zwei Frauen die ausreichend Abstand voneinander hielten. Samantha folgte  ihnen und achtete darauf dass auch sie mindestens drei Meter Abstand einhielt. Ihre Mutter hatte ihr eingeschärft Fremden nicht zu nahe zu kommen, eine Frau sollte nie aufdringlich erscheinen. Die erste Frau ging sehr langsam. Samantha und die Frau vor ihr passten sich dem langsamen Schritt an. Samantha überlegte warum die Frau so langsam ging. Sie hatte gehört dass einige Frauen Gürtel aus schwerem Metall trugen, ihre Mutter erwähnte es gelegentlich. Auch gab es Frauen deren Füße mit kurzen Ketten zusammengeschlossen waren so dass sie nur winzige Schritte machen konnten. Samantha war froh das ihr Vater nichts von solchen Dingen hielt. Er war zwar streng aber er quälte seine Familie nicht.

Wie immer blieb sie kurz vor der Haustür stehen und wartete bis die Kontrollleuchte neben der Tür grün anzeigte. Dann ging sie hinein. Ihre Mutter kam ihr im Flur entgegen. Sie war unverschleiert und auch ohne Ketten. Im Haus trugen die Frauen dies nur wenn Besuch empfangen wurde. Julia umarmte ihre Tochter und ging mit ihr in das kleine Ankleidezimmer. Dort nahm sie ihr Schleier, Haube, den Haarbeutel, Knebel und Ketten ab. Samantha schüttelte ihre langen lockigen Haare und richtete sie vor dem Spiegel. Danach umarmte sie ihre Mutter und sagte „du, ich hab Hunger, ich mein auf was Richtiges und nicht den doofen Schlabber“. Julia lachte, dann fragte sie „vielleicht Eier auf Toast du Frechdachs?“ Samantha nickte begeistert. Kurz danach aßen die beiden zusammen.

Sie räumten den Tisch ab, dann sagte Julia: „So, du legst dich jetzt hin.“ Samantha warf ihr einen missmutigen Blick zu. „Ich bin nicht müde und ich bin auch kein kleines Mädchen mehr das Mittagsschlaf braucht. Lass mich doch einfach hier unten“, sie fügte sanft „dann helf ich dir auch“ hinzu. Julia erwiderte: „Erstens brauchst du die Mittagsruhe und zweitens will dein Vater es so. Also mach hier kein Theater sondern komm.“ Samantha seufzte und folgte ihrer Mutter nach oben. Im Zimmer entkleidete Julia sie bis zum Korsett das sie lediglich lockerte. „Dann zieh mir das doofe Teil auch aus, ich komm mir schon vor wie in einer Zitronenpresse.“ Samantha seufzte theatralisch. „Du weißt dass es danach nur unnötig schwer wird dich nachher zu schnüren, also bleibst du so. So, dann leg dich mal hin.“ Samantha schwieg und legte sich aufs Bett. Julia zog ihr lederne Fesselhandschuhe über die mit einer kurzen Kette verbunden waren. Dann stopfte sie Pfropfen in Samanthas Ohren. Eine dick gepolsterte Maske die bis auf die Nase das Gesicht verbarg folgte danach.  Die Maske wurde mit  gepolsterten Riemen um den Hals, einem Halbriemen der mittig über den Hinterkopf lief und einem der vom Haaransatz zum Halsriemen lief gehalten. Am Halsriemen war ein Ring angebracht.  Samantha hob die Arme an damit Julia sie zudecken konnte. Julia achtete sorgsam darauf dass die Riemen fest saßen ohne zu drücken. Die Handschuhe und der Halsring wurden mit einer dünnen Kette verbunden, danach streichelte Julia über Samanthas Kopf. Sie ging hinaus. Nach wenigen Minuten war Samantha eingeschlafen.  Weder Geräusche noch Tageslicht störten ihren Schlaf.

 

Der Frauenkurs

Celine erreichte die Hauptstraße und musste einen Augenblick warten. Dann zeigte ihr das Display das sie auf die Straße fahren durfte. Sie bestätigte den Automatikmodus nachdem sie auf der Spur war und faltete die Hände. Nur noch mit ihr besetzt beschleunigte der kleine Wagen deutlich besser, auch die Lastanzeige blieb im unteren Drittel. Celine sah nach vorne, sie näherte sich der großen Hauptkirche. Sie tippte kurz auf das Display, es erschien ein Eingabefeld. Sie drückte auf Gebet. Das Feld blinkte, dann sah sie eine 16. Sie bestätigte erfreut. Sie hatte genug Zeit um an der Kirche halten und zu beten. Der Warnpfiff ertönte, Celine bestätigte und der Wagen verließ die Fahrspur. Nach wenigen Metern erreichte sie eine Art Tunnel in den sie langsam einfuhr. Sie war nun unter der Kirche in einer Art Tiefgarage die zu einem den Frauen vorbehaltenen Gebetsraum umgebaut war. Celine steuerte auf einen freien Halteplatz und stellte den Wagen ab. Es war ihr nicht erlaubt auszusteigen, der Bügel blieb verschlossen. Sie verzichtete darauf den Sicherheitsgurt zu lösen und tippte aufs Display. Es blinkte kurz, dann erschien zuerst ein Kreuz, danach war ein Bibelwort zu lesen. Celine las auch die Erklärung dazu, der Priester sprach von der Pflicht zu dienen und dem Segen der darauf lag. Celine betete kurz, dann drückte sie auf  ein Feld auf dem Ermahnung stand. Das Feld blinkte, sie bestätigte nochmals. Es erschienen mehrere Begriffe, darunter Hochmut, Faulheit und auch Ungehorsam. Celine seufzte in den Knebel. Ja, sie war hochmütig gewesen denn sie hatte sich über Samantha lustig gemacht, ja sie hatte ihre Hausarbeit nicht so gemacht wie sie es hätte tun sollen, also war sie faul und ja sie hatte ihrer Mutter widersprochen. Das Display blinkte kurz, dann las sie: „Celine, du hast dies schon letzte Woche gebeichtet, diesmal wirst du etwas strenger ermahnt. Bist du dazu bereit?“ Sie tippte schweren Herzens auf JA. Sie las nun „Dann soll es so sein. Wir werden auch deinen Vater informieren. Du bist eine gut willige Tochter, das ist eine Freude. Die Strafe soll dir helfen noch besser zu werden.“ Celine nickte obwohl sie wusste dass niemand es sah. Sie spürte einen schmerzhaften Stromschlag aus ihrem Gürtel. Grade als sie sich fragte ob das alles war was sie zur Strafe bekam las sie „Du wirst über 2 Tage gestraft. Wir wünschen dir Gottes Segen.“ Celine bestätigte mit einem unbehaglichen Gefühl. Dann fuhr sie langsam wieder zur Straße und reihte sich ein. Ihr Vater wurde automatisch informiert. Er las lächelnd die Mail. „Sie ist eine gute Tochter, wäre Samantha doch auch so“, wie so oft dachte er dies. Er liebte beide Mädchen sehr aber ihm war klar das Celine bei weitem frommer und gehorsamer war als seine „Rebellin“ wie er Samantha oft nannte.

Es waren nur wenige Minuten bis zu ihrem Ziel. Celine fand einen Parkplatz nahe beim Eingang, dann wartete sie einen Augenblick und stieg aus. Bevor sie hinein ging ordnete sie kurz ihre Röcke. Die Tür öffnete sich und sie ging in eine Art Schleuse. Hier blieb sie bis sich die vordere Tür öffnete. Als sie heraustrat stand ein Mann vor ihr. Überrascht und etwas verunsichert knickste Celine und wartete mit gesenktem Kopf bis er ihr erlaubte sich wieder aufzurichten. „Guten Tag, ich bin Mr. Franklin, Celine. Bitte komm mit mir.“ Sie erhob sich und folgte ihm. Dabei blieb sie etwas zurück und hielt ihren Blick zu Boden. Eine Frau sollte nie einen Mann zu lange betrachten. Mr. Franklin sah sie in einem Spiegel hinter sich. Er war sehr zufrieden, Celine hielt die Hände gefaltet, ihre Handkette hatte sie in den Händen und sie folgte ihm mit züchtig gesenktem Blick. Er führte sie durch das Gebäude in den Innenhof. Dort bat er sie zu warten. Sie blieb reglos stehen.

Er kam kurz darauf in Begleitung einer Frau wieder. „Miss Henderson, dies ist Celine. Sie ist eine der besten dieses Jahrgangs.“ Celine knickste vor Miss Henderson, nicht so tief wie vorher vor Mr. Franklin denn sie war ja nur eine Frau aber doch so tief das sie ihr Respekt zollte. Miss Henderson deutete einen Knicks an. „Celine, du siehst hier einen Parcours.  Ich bitte dich einmal mit mir zusammen hier zu gehen. Stell dir bitte vor ich sei dein Mann.“ Mit fröhlicher Stimme fügte er „keine Angst, ich werde nicht um deine Hand halten, da bin ich doch etwas zu alt für dich“ hinzu. Celine wurde rot und war heilfroh das die Maske und der Schleier dies verbargen.

Nachdem Mr. Franklin ihr ein Zeichen gab stellte sie sich neben ihn. Es war für sie ungewohnt neben einem fremden Mann zu gehen, bisher war nur ihr Vater an ihrer Seite gewesen. Er ging mit langsamen Schritten einen Weg entlang, sie blieb auf seiner Höhe. Als er plötzlich stehen blieb stand auch Celine sofort. Mr. Franklin nahm es mit Freude zur Kenntnis. Sie ließ sich offenbar von ihm führen und rannte nicht nur blind neben ihm her. Er wechselte die Richtung, Celine drehte sich geschickt ohne dass ihre Röcke schwangen und ging mit wenigen schnellen Schritten wieder an seine Seite. Sie gingen den Weg ein Stück zurück, dann bog er rechts ab. In diesem Augenblick traf ein unerwarteter Stromschlag Celine, sie stöhnte in den Knebel und öffnete die Hände. Ihre Kette klirrte als sie über den Rock glitt. Mr. Franklin blieb stehen und sah sie verwundert an. „Celine, was ist?“ Er klang ehrlich besorgt. Sie schämte sich dafür dass sie sich so schlecht unter Kontrolle hatte und wollte vor ihm niederknien. Er hielt sie am Arm fest so und sagte „nein, bleib stehen.“ Dann hielt er sein Handy vor ihren Gürtel und las den Speicher des Gürtels aus. Nachdem er die Daten kurz überflogen hatte sah er sie ernst an. „Es ist gut dass du dich so sehr bemühst eine gute gottesfürchtige Frau zu werden. Aber du musst lernen dich noch besser unter Kontrolle zu halten. Eine Frau zieht nie die Aufmerksamkeit auf sich. So etwas wie grade eben darf dir nicht passieren, Celine. Du bist mit eine der besten hier wie gesagt, umso mehr ist es schade das du dich grade eben so gehen ließt. Ich werde die Impulse und auch die Häufigkeit verstärken, auch wird dies für einen Tag länger so sein. Dann hast du Gelegenheit zu beweisen dass Du Dich wirklich bemühst. Du willst doch eine gute Ehefrau sein, oder?“ Celine hob leicht die rechte Hand als Zeichen das sie dies wollte. Er tippte etwas in sein Handy, sofort bekam Celine einen Stromschlag der härter war und auch etwas länger dauerte als die davor. Sie blieb reglos vor Mr. Franklin stehen. Er sah es und lobte sie „du kannst es Celine, Gott wird dir helfen. Bete fleißig und versuche zu gehorchen.“ Sie knickste tief vor ihm. Er sagte dann: „Nun komm, wir wollen noch ein wenig weiter gehen.“

Während dessen stand Ms. Henderson reglos hinter ihnen. Sie hatte alles gesehen und gehört. Celine ging wieder neben Mr. Dawson. Sie kamen an eine Treppe die zu einem Podest führte. Kurz vor der Treppe ließ Celine die Kette langsam zwischen den Händen heraus gleiten, dann fasste sie ihre Röcke links und rechts an. Sie achtete sorgsam darauf dass sie die Röcke grade hob und nicht weiter als unbedingt nötig um auf die Stufen zu kommen. Ms. Henderson beobachtete sie von der Seite und war sehr zufrieden. Auch Mr. Franklin beobachtete Celine genau. Als sie auf dem Podest waren nahm Celine mit einer eleganten Bewegung die Kette wieder auf und faltete die Hände. Auf ein Zeichen von Mr. Franklin drehte sie sich, danach gingen sie wieder hinunter. Beim hinabgehen hielt sie so gut es mit der Kette ging die Röcke hinten hoch.

Die drei gingen etwas weiter und kamen an einen Engstelle an der links und rechts Büsche gepflanzt waren. Mr. Franklin ging voraus, Celine folgte ihm dicht auf. Er trat einen Schritt zurück, sie blieb sofort stehen und ging ebenfalls etwas nach hinten. Er nickte zufrieden. Sie kamen an eine Bank, er setzte sich. Celine nahm neben ihm auf der Kante der Bank Platz. Auch dies gefiel den beiden anderen sehr. Als letztes gingen sie zu einem Rundweg um einen Teich. Hier beschleunigte er seine Schritte, Celine hatte es nicht leicht in ihrer Kleidung und mit der Kette mit ihm Schritt zu halten. Nach drei Runden blieb er stehen, sie hatte auch diese Aufgabe einwandfrei bestanden. Er bat Celine einen Augenblick zu warten, sie war froh stehen zu dürfen. Sie sah wie Mr. Franklin sein Handy Ms. Henderson gab. Sie tippte etwas hinein und gab es ihm zurück. Er las was sie geschrieben hatte und bedankte sich bei ihr. Dann kam er zu Celine zurück. „Celine, du hast alles gut gemacht. Ms. Henderson wird dich jetzt ins Haus führen, sie will noch ein Gespräch mit dir führen. Ich wünsche dir einen guten Tag.“ Celine knickste tief vor Mr. Franklin, dann folgte sie Ms. Henderson. Die beiden Frauen gingen ins Gebäude. Sie gingen die Flure entlang bis sie in einem Teil des Gebäudes waren den Celine noch nicht kannte. Miss Henderson blieb vor einer Tür stehen und wartete. Die Tür öffnete sich, sie gingen hinein. Über einen Flur kamen sie zu einer weiteren Tür, auch hier wartete Miss Henderson kurz bevor sie eintrat. Celine folgte ihr. Sie standen nun in einem geschmackvoll eingerichteten Celine bekommt ein überraschendes Angebot
Wohnzimmer. In einer Ecke war ein Arbeitsplatz, den größten Teil des Raumes nahm ein sehr flacher Tisch ein um den große Kissen lagen. In einer Ecke standen zwei Stühle die seltsam deplatziert wirkten. Miss Henderson tippte etwas in eine Tastatur am Arbeitsplatz und zeigte auf den Schirm: „Herzlich Willkommen in meinen Privaträumen. Bitte nimm Platz. Du kniest dich bitte auf ein Kissen, ich habe hier keine Frauenstühle. Hast Du Durst? Wir könnten etwas Saft trinken wenn du magst. Ich möchte dir etwas erklären und bitte dich vorab um Erlaubnis dich etwas passender herzurichten.“ Celine las es, dann schrieb sie: „Ja, darf ich vielleicht einen Saft haben, bitte. Miss Henderson, sie müssen mich nicht um Erlaubnis fragen denn als Schülerin gehorche ich ihnen und als junge Frau weiß ich das ich von ihnen lernen kann und soll.“ Miss Henderson nickte. Sie zeigte auf ein Kissen. Celine hob leicht ihre Röcke und kniete sich darauf. So gut es ging ordnete sie die Röcke das sie glatt lagen, Miss Henderson half ihr dabei. Dann ging sie zu einem Schrank. Sie nahm ein dick gepolstertes Halsband und eine Leine heraus, dazu eine lederne Kurzpeitsche. Celine sah das Halsband und zuckte zurück. Miss Henderson strich ihr kurz über die Stirn um sie zu beruhigen. Dann legte sie ihr das Halsband um und befestigte die Leine an einem Ring am Tisch. Sie kniete hinter Celine und legte ihr einen Lederriemen der fest mit dem Kissen verbunden war über die Beine. Danach holte sie den Saft. Celine wartete bis Miss Henderson trank, dann entfernte sie den Stopfen aus ihrem Knebel und trank ebenfalls.
In den Tisch waren Monitore und Tastaturen eingelassen. Miss Henderson schaltete das System ein, Celine sah vor sich in der Tischplatte ein „Herzlich Willkommen in meinen Privaträumen“. Sie bedankte sich höflich und wartete.
„Celine, es freut mich wirklich sehr das du jetzt hier bist denn ich möchte etwas mit dir bereden. Zuvor bitte ich dich alles was wir nun besprechen als vertraulich zu behandeln. Natürlich darfst du es deinem Vater berichten aber niemanden sonst. Magst du mir das versprechen?“
„Ja Miss Henderson, das verspreche ich. Darf ich bitte fragen worum es geht? Kann ich etwas tun?“
„Du bist sehr eifrig Celine und das habe ich schon oft mit Freude gesehen. Auch das du sehr gute Schulnoten hast und hier in diesem Vorbereitungsjahr seit langem die beste Schülerin bist. Damit sind wir auch schon beim Thema. Du hast eifrig gelernt und ich war und bin gerne Deine Lehrerin. Celine, Du hast jetzt zwei Möglichkeiten: Geh den Weg den die meisten gehen, heirate einen Mann, gehe in sein Haus und sei ihm eine gehorsame Frau. Das ist gut und richtig, es ist Gottes Wille. Oder, und dies ist nur für wenige bestimmt: Bleibe bei uns, lerne weiter und sei auch Lehrerin. Du wirst dann nicht heiraten sondern in unseren Orden aufgenommen werden.“
Celine überlegte was Miss Henderson mit Orden meinte. Sie tippte zögernd „was ist ein Orden Miss Henderson? Was soll ich da tun und warum darf ich nicht heiraten?“
„Celine du darfst heiraten. Aber ich möchte dir heute eine Alternative aufzeigen, etwas anderes als den normalen Weg für Frauen. Willst du das sehen?“
Celine drückte mit der Zunge fest gegen ihren Knebel wie immer wenn sie aufgeregt war. Ja, sie war neugierig und bat darum mehr erfahren zu dürfen. Mit Freude lass sie:
„Dann will ich dir mehr über uns erzählen und dir auch einiges zeigen. Hast du noch etwas Zeit?“ Celine dachte einen kleinen Moment nach, dann antwortete sie: „Ja ich habe Zeit Miss Henderson. Eigentlich wollte ich einkaufen gehen aber das kann ich ein anderes Mal machen. Können wir bitte meinen Vater informieren das ich dann direkt nach Hause fahre?“ Miss Henderson nickte, sie schrieb eine kurze Info an Mister Jenkins. Er bestätigte sofort. „Dein Vater weiß Bescheid. Nun kurz zu dem was unser Orden ist.“ Miss Henderson erzählte von der Geschichte des Ordens, wie er aus den früheren Nonnenorden hervorgegangen war. Celine las eifrig mit, es war alles nicht neu aber doch sehr interessant für sie.
Ohne Vorwarnung erhielt sie drei starke Stromstöße. Sie stöhnte in den Knebel uns zuckte zusammen. Miss Henderson sah auf. Sie nahm die Reitpeitsche und kam zu Celine die wieder still auf dem Kissen kniete. Miss Henderson strich ihr sanft über die Stirn dann hob sie Celines Röcke an und zog ihr die Schuhe aus. Sie schlug auf Celines Fußsohlen, Celine zuckte erneut. Wieder wurde sie gestreichelt und geschlagen. Celine verstand. Sie wappnete sich gegen den Schmerz und hielt still. Miss Henderson setzte sich wieder. „Du hast das gut gemacht Celine. Wir zeigen nie das uns etwas weh tut.“ „Danke Miss Henderson, ich werde es in Zukunft versuchen. Darf ich bitte meine Schuhe wieder haben?“ „Noch nicht Celine, erst wenn wir gehen“. Celine nickte und las weiter. Miss Henderson schrieb weiter, dann irgendwann schrieb sie: „So genug Text Celine. Ich zeige dir jetzt das Haus, den öffentlichen Teil kennst du ja schon. Bevor ich Dir Deine Schuhe anziehe merk Dir bitte noch eines: Wenn ich an der Leine rucke kniest du bitte sofort neben mir.“ Sie sah auf die Uhr auf dem Tisch und fuhr fort: „es ist gleich Zeit zur Andacht, willst du mit mir kommen?“ Celine schrieb: „Ja Miss Henderson, ich komme sehr gerne mit und ich werde alles tun was sie sagen.“
Celine spürte das ihre Röcke angehoben worden. Sie wunderte sich warum Miss Henderson sie so hoch hob. Dann spürte sie das sanfte Frauenhände ihre Beine streichelten. Sie blieb reglos sitzen und genoss es. Ihr Atem ging schneller, Miss Henderson hörte es. Sie streichelte Celine noch eine Weile, dann zog sie ihr die Schuhe wieder an und richtete ihre Röcke. Die Fesseln wurden gelöst, Celine erhob sich und knickste. Miss Henderson nickte und führte sie aus dem Zimmer und weiter den Gang entlang. Sie kamen in einen Innenhof in dem ein paar Frauen standen. Miss Henderson führte Celine an den Frauen vorbei in eine kleine Kapelle. Dort gingen sie zu einem Platz in den hinteren Reihen. Es gab keine Bänke, keine Kissen. Celine spürte einen leichten Ruck. Sie kniete sich auf den harten Steinboden. Miss Henderson zog an der Leine bis Celine sich vorbeugte. Der Zug ließ nach, sie blieb mit gesenktem Oberkörper kniend. Es war unbequem aber auch seltsam anregend für Celine so zu knien. Eine Glocke ertönte.
Fast hätte Celine aufgesehen, sie hörte eine freundliche weibliche Stimme die die Andacht einleitete. Sonst leiteten immer Männer den Gottesdienst, hier war dies offenbar anders. Celine freute sich darüber. Sie hörte den Worten genau zu, sprach in Gedanken die Gebete mit und hielt gehorsam die Hände gefaltet. Miss Henderson sah das Celine die unbequeme Haltung beibehielt. Nach dem letzten Amen erhob sie sich und führte nun auch Celine hinaus. Im hinausgehen sah Celine das einige Käfige an der Wand standen. In einem kniete eine Frau. Miss Henderson nahm von der Unglücklichen keine Notiz. Sie gingen wieder über den Innenhof und ins Haus. Miss Henderson führte Celine an ihren Räumen vorbei bis zu einer Tür. Hier klingelte sie. Celine beobachtete das altmodische Ritual, sie kannte Klingeln nur aus Filmen. An der anderen Seite der Tür war eine Glocke zu hören, bald danach öffnete sich eine kleine Klappe in der Tür. Die Tür wurde geöffnet, die beiden traten ein. Eine Frau in einem schlichten schwarzen Kleid mit weißer Vollschürze kniete vor ihnen nieder. Miss Henderson ging an der Frau zügig vorbei. Sie blieb an einem Schreibpult stehen. Celine las „sie ist eine Dienerin, beachte sie nicht weiter. Ich zeige dir nun als erstes den Schlafraum der Schwestern.“
In einem großen Raum standen links und rechts Betten aufgereiht. Die Betten waren mit weißer Wäsche bezogen. Auf den glatt gestrichenen Bettdecken lagen sauber gefaltete Nachthemden, dick gepolsterte Nachthosen und lederne Kopfmasken. Gurte hingen an den Bettseiten herunter und auch an den bis zur Decke reichenden Pfosten an den Fußenden. Vor den Fußenden der Betten standen einfache Hocker. Celine konnte sich nicht erklären welchen Zweck die Hocker hatten, sie wollte Miss Henderson danach fragen.
Sie gingen durch den Schlafraum in einen großen Ankleideraum. Geräumige Schränke zu beiden Seiten des Raumes und auch in der Mitte boten Platz für die Garderobe der Frauen, alles wirkte sehr sauber und aufgeräumt. Miss Henderson öffnete einen Schrank. Celine sah die reiche Zahl der Kleider, Unterkleidung in großer Menge und auch Nachtwäsche. In Schubladen wurden Ketten, Knebel und Metallbügel mit Handfesseln verwahrt. Als sie den Inhalt der Schublade näher betrachten wollte spürte sie einen energischen Zug am Halsband. Sie knickste und ging einen Schritt zurück.
Miss Henderson führte sie in einen Raum an dem an den Wänden deckenhoch Buchregale waren. Celine sah sich erstaunt um, sie hatte noch nie zuvor so viele Bücher gesehen. Sie spürte einen energischen Ruck an der Leine. Schnell folgte sie Miss Henderson zu einem Schreibpult. „Neugierde ist vom Teufel, halte bitte deinen Kopf grade!!“ Celine knickste tief, dann schrieb sie: „Bitte verzeihen sie mir Miss Henderson. Bitte bestrafen sie mich!“ „Nicht jetzt Celine, du nimmst schon genug auf dich.“ Als hätte der Gürtel es gelesen wurde er aktiv und gab Celine vier harte Stöße. Sie zuckte zusammen, blieb aber still stehen. „Danke Miss Henderson, ich will ja gehorchen…ist nur schwer.“ „Es ist schwer aber du wirst es lernen Celine. Hier ist die Bibliothek, all diese alten Bücher sind unser Schatz. Keine Angst, es gibt sie auch digitalisiert. Nun komm, ich werde dir noch den Essenssaal zeigen.“
Sie gingen hinaus auf den Gang, dann betraten sie einen Raum in dem niedrige Tische und Kissen waren. Alles war sehr sauber, auf den Tischen waren Tischdecken und Blumenvasen. Zwei Dienerinnen deckten für später als sie eintraten. Die beiden knieten sofort nieder und senkten den Blick. Die beiden Frauen gingen schnell wieder hinaus. Als sie wieder in Miss Hendersons Räumen waren knieten sie sich wieder an den Tisch. Celine erwartete das Miss Henderson sie wieder festmache würde aber sie blieb ohne den Riemen. Das Halsband wurde ihr abgenommen, Celine bedauerte es. Der Druck des Bandes hatte ihr gefallen, es war ein schönes Gefühl für sie so geführt zu werden. Sie schrieb ohne Recht zu überlegen. „Bitte darf ich das Halsband wieder haben, Miss Henderson.“ „Noch nicht Celine, erst wenn du dich entschieden hast. Du hast nun viel gesehen und auch vieles gehört. Denke darüber nach und dann sage Sonntag wie du in Zukunft leben willst. Eines noch: wir dienen den Brüdern, sie sind alle unsere Männer.“ Celine dankte Miss Henderson. Ja, sie würde viel zu denken haben. Miss Henderson begleitete sie zu hinaus.
Nachdem das System des Wagens sich mit ihrem Gürtel verbunden hatte erschien eine Nachricht im Display. „Route wurde geändert, direkt nach Hause. Pa.“ Celine bestätigte den Erhalt der Nachricht und startete den Wagen. Sie lenkte auf die Straße, dann schaltete sie die Automatik ein. Während der Fahrt dachte sie über das nach was sie gesehen hatte. Der Warnpfiff riss sie aus ihren Gedanken. Sie übernahm die Steuerung und konzentrierte sich. Als sie den Wagen abstellte sah sie dass ihr Vater nicht zuhause war. Sie ging ins Haus.

Teil 3


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