Seife: Teil 1

Seife

by Vulcan

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Prolog

Deutschland 2030 AD – 1452 AH

As-Salaam-Alaikum

Zuerst möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Ibrahim Arslan und ich bin der oberste deutsche Imam und Vorsitzender der ‚Deutsch-Islamischen Bruderschaft‘. Ich blicke auf 25 Jahre hingebungsvollem Dienst an der Ausbreitung des Islams zurück. Eine Zeit, die geprägt war von kleinen Niederlagen und am Ende mit einem triumphalen Sieg. Heute, wie ihr ja wisst, bestimmt der Islam und die Sharia das Geschehen in großen Teilen Europas – zumindest in den wirtschaftlich wichtigen. Selbst Mütterchen Russland wird sich bald unserem Diktat unterwerfen.

Doch ich will euch nicht mit Politik langweilen, sondern euch meinen Weg schildern.

Alles begann 2018 oder wie wir heute in Europa sagen 1440 AH mit dem ‘Gas‘. Es gab uns großen Einfluss auf alle öffentlichen Bereiche, sowie den Stadtverwaltungen. Zuerst konnten wir nur die Frauen mental kontrollieren, aber schon bald entwickelten unsere Wissenschaftler in Ägypten ein auch auf Männer wirkendes Gas. Die Auswirkungen des Gases sind hinlänglich bekannt, sodass ich nicht näher darauf eingehen will.

Mein erster Wirkungsort war eine kleine Moschee in Duisburg – Marxloh. Der Stadtteil wurde zu der Zeit überwiegend von Muslimen bewohnt, dass ermöglichte der Bruderschaft ein von Verfassungsschutz, Polizei oder Parteimitgliedern relativ ungestörtes Arbeiten. Der kostenlose Erwerb vieler Immobilien über die Firma Müllerimmobilien, die obendrein über eigene Handwerkerbetriebe verfügte, in deren Besitz wir durch meine Heirat mit Anita Müller kamen, ermöglichte uns das Gas an immer mehr Orten in der Stadt einzusetzen. Mein brutal hektisches Vorgehen  bei Anita Müller, sie war immerhin eine VIP, hat zu ungewolltem Aufsehen in der Presse geführt. So lernten wir sorgsamer und mit sehr geringen Dosen der Gasabgabe zu arbeiten, denn die Zeit arbeitete solange für uns, wie wir im Verbogenen handeln konnten.

Schon bald gelang es mir in den einzelnen Kommunen wichtige Kontakte zu knüpfen. Bald gab es im weitem Umfeld keine Neubauten oder Sanierungen an denen nicht eine meiner Firmen tätig war und somit das Gas zum Einsatz kam. Ziel war es jede Villa, jedes Mietshaus, jede Verwaltung, einfach jedes Haus anzuschließen und das alles mit öffentlichen Geldern zu finanzieren. Je erfolgreicher ich wurde, desto mehr karrieresüchtige Kriecher umwarben mich – bei vielen hätte es des Gases wohl nicht gebraucht.

Wir organisierten regelmäßige, friedliche Freitagsdemonstrationen gegen Rassismus und für Integration in allen größeren Städten. Die ersten Demos im Osten brachten uns die größten Sympathien. Als wir zweihundert gut gekleidete Muslime, die Männer frisch rasiert und in westlicher Kleidung, die Frauen in modernem Hijab Stil zum Demonstrieren nach Dresden schickten. Sie waren frisch begast und als Märtyrer ausgewählt worden. Sie wurden dahingehend instruiert sich auf keinen Fall zu wehren. Sie wurden,wie erwartet, als sie still ihre Plakate hochhaltend, auch hielten einige von ihnen Deutschlandflaggen hoch, durch die Straßen Dresdens gingen, von einer Horde brutaler Neo-Nazis Krankenhausreif geschlagen, während sich die Polizei bemühte weg zugucken. Wir hatten an allen wichtigen Stellen Kameras und Passanten mit Smartphones postiert. Wir schickten die brutalsten Ausschnitte, möglichst im Beisein einer nicht eingreifenden Polizei in bester HD-Qualität ins Netz.

Eine Welle der Empörung und der Scham über dieses Verbrechen überrollte das Land und die Stimmung kippte zu unseren Gunsten. Die Bildzeitung frug: „Sind diese feigen Nazis noch Deutsche.“ Das ganze untermalt von Vorher und Nachher Bildern von jungen lächelnden Hijab Mädchen zu Beginn der Demo und direkt danach mit blutig geschlagenen Gesichtern im Krankenhaus. Kurz danach kam es zur Bildung einer Bürgerbewegung, die bald die größten Freitagsdemos im Land organisierte. Sie demonstrierten nicht nur gegen Rassismus, sondern auch gegen Völkerrechtsverletzungen islamischer Staaten. So gewannen sie auf breiter Basis die Sympathien der ganzen Bevölkerung, sodass aus ihr, wie bekannt, die IPD entstand, die heute zusammen mit einer kleinen CDU das Land regiert. Heute ist Europa ganz in unserem Sinne ausgerichtet und uns allen erwartet eine wunderbare Zukunft im Islam.

 

Teil 1

Hanna und Julia:

„Was willst du trinken, Julia? Ich habe Cola, Fanta oder Mineralwasser.“,frug Hanna. Sie und Julia waren Freundinnen seit der 7. Klasse. Jetzt waren sie in der 13. Klasse und standen vor den Abiturprüfungen. Sie gehörten zu den Klassenbesten und waren obendrein blonde kleine Schönheiten – etwas, dass sie immer als Vorteil empfanden. Heute trafen sie sich wie immer, um ihre Schularbeiten zu machen und um danach zusammen ihre Freizeit zu verbringen, beide hatten den gleichen Berufswunsch Journalismus.

„Es ist so schönes Wetter, lass uns bei ‚Toni‘ lecker Eis essen und die Männerwelt inspizieren. Was meinst du wieder ohne Höschen?“,frug Julia mit einem breiten Grinsen. „Na klar, wenn schon mal die Sonne scheint, sollten wir doch auch unseren Spaß haben? Was man nicht alles so auf  http://www.anarchocat.com lernen kann? “,erwiderte Hanna mit einem schmutzigen Grinsen.

Bei ‚Toni‘ auf der Terrasse saßen die zwei und genossen ihr wohlverdientes Eis. Sie trugen luftige Sommerkleider und darunter NICHTS. Jedes mal wenn der Wind sanft ihre Pussies liebkoste, hob er den Saum ihrer Kleider soweit an, dass ihr blankes Popöchen darunter hervor blitzte. Genau dann hielten die Mädchen mit einer lasziven Handbewegung wie zufällig ihre Kleider vor weiterer Entblößung ab. Es war nicht nur für die Mädchen ein erregendes Gefühl, sondern erhöhte auch Tonis Umsatz und somit seine Großzügigkeit. Kurz um, die Mädchen mussten nichts bezahlen.

„Du, ich habe Petra schon lange nicht mehr gesehen. Ich meine außerhalb der Schule.“,sagte Hanna. „Ja, stimmt sie war doch immer und überall dabei. Jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf und stimmt, hast du mal auf ihre Klamotten geachtet. Ich kannte sie immer topmodern und sexy durch gestylt. Heute lief sie herum, wie eine Betschwester in ihrem langen, grauen Rock und der weißen, hochgeschlossenen Bluse.“,sagte Julia. „Ich möchte verdammt gerne wissen, was in die Tusse gefahren ist. Im übrigen eine hübsche, kleine Übung für unser zukünftiges Berufsziel. Was meinst du?“ Hanna erwiderte: „Ich habe morgen Nachmittag mit ihr zusammen Englischleistungskurs, dann werde ich mal bei ihr nach haken.“

Petra:

„Wie sehr sehne ich mich nach der Madrasa, der Ruhe und den Gebeten und meiner Abaya und der Gesellschaft der Frauen. Manchmal frage ich mich, wie sich alles so schnell verändern konnte. Ich glaube, angefangen ist es, als ich Rachid besuchte. Rachid geht in meine Klasse und seine Familie stammt aus Pakistan. Er bat mich ihm in Deutsch gegen eine kleine Gebühr Nachhilfe zu geben. Seit mein Vater Hartz 4 bezieht, brauchen wir jeden Cent und so gebe ich schwachen Schülern je nach ihrem Portemonnaie Nachhilfe. Vor sechs Jahren hat uns meine Mutter verlassen und Papa leidet bis heute darunter.“

Der Bus hielt, um Petra aussteigen zu lassen. Ängstlich schaute sie sich um. Es war mit Rachid verabredet, dass er sie an der Haltestelle abholt. Sie wollte auf keinen Fall  alleine in Marxloh unterwegs sein. Sie sah ihn winken und beruhigt stieg sie aus. „Hallo, Petra! Ich freue mich, dass du da bist. Wir gehen 100 Meter dann sind wir schon bei mir zu Hause. „Was für ein Hübscher du doch bist!“,dachte sie. Dann ging er los und als sie mit ihm Schritt halten wollte, ging er schneller. Es waren immer drei Schritt Abstand zwischen ihnen. „He, was rennst du so?“ rief Petra. „Wenn du drei Schritte hinter mir bleibst, kann ich auch langsamer gehen!“ rief er zurück. „O.K., ich folge dir, mein Gebieter mit drei Schritten Abstand.“ rief sie ihm lachend hinterher. Sie verlangsamte ihr Tempo und er wartete auf sie bis sie näher kam. Dann ging er gemächlich weiter. „Scheiße, der hatte das total ernst gemeint. Hallo Mittelalter!“ Wie sie so hinter ihm her ging, hatte sie Muse seinen verlängerten Rücken zu bewundern. „Keine so schlechte Aussicht.“,dachte sie. „Wenn der Kerl mir noch mehr gefällt, wird er sich wohl bald hier anpassen müssen.“ Sie konnte nicht ahnen, wer sich bald anpassen musste. Dann betraten sie ein normales Mietshaus. Gingen eine Treppe hoch und Rachid klingelte. „Hast du keinen Schlüssel?“,fragte Petra leicht konsterniert. „Doch, aber es gilt bei uns als Unhöflichkeit den Frauen gegenüber, ohne sich bemerkbar zu machen, eine Wohnung zu betreten und ziehe bitte in der Diele die Schuhe aus. In der Wohnung roch es fantastisch orientalisch. Als sie die Diele betrat, kam eine verschleierte Frau auf sie zu und kniete sich nieder und zog ihr die Schuhe aus. Das gleiche bei Rachid, dem sie danach die ausgestreckte Hand küsste und sie dann in einer unterwürfigen Verbeugung mit der Stirn berührte. Dann, ehe sich Petra versah, nahm die Frau sie in die Arme und rieb ihre Stirn an Petras. „Willkommen Petra, bitte tritt ein und sei unser Gast. Ich heiße Soraya und bin Rashids Stiefmutter. Im Wohnzimmer saß noch ein kleiner Junge auf dem Teppich und spielte mit Autos. „Das ist Mahmud mein Bruder.“,sagte Rachid und hob ihn hoch, um ihn liebevoll auf seinen nackten Bauch zu blasen. Mahmud lachte laut auf und Petra spürte plötzlich eine tiefe Zuneigung zu der Familie. Sie konnte es sich gar nicht erklären, sie war sonst viel zurückhaltender. „Macht es euch bequem! Ich bringe euch Kaffee und Gebäck.“ sagte Soraya. Man sah der Wohnung an, dass sie nur begrenzt Platz bot. Petra konnte nicht wissen, dass Rashids Vater Achmed zur Bruderschaft gehörte und dadurch Besitzer des Hauses war und die Männer der Familie die Wohnung gegenüber bewohnten, um so den Frauen ein Höchstmaß an Diskretion zu bieten. Die beiden knieten auf Kissen an einen niedrigen Tisch und begannen zu lernen. Eine halbe Stunde später brachte Soraya die Kekse und den Kaffee. „Macht eine kleine Pause, dann lernt es sich halb so schwer.“ und zog sich wieder zurück. „Deine Mutter ist echt nett.“,sagte Petra. Darf ich fragen, warum sie sich so verschleiert und warum spricht sie so ein gutes Deutsch?“ „Stiefmutter ist eine gläubige Muslimah und Deutsche.“, antwortete er lapidar. „Sag mal, wie wir zu dir gingen wolltest du, dass ich drei Schritte hinter dir bleibe! War das dein Ernst?!“ wollte sie wissen. „Du kennst Marxloh nicht. Hier ticken die Uhren anders. Was glaubst du, was mich für ein Spießrutenlauf erwarten würde, wären wir nebeneinander gegangen.“, sagt er. „Nun lass uns weiter machen. Irgendwann muss ich euren Schiller ja mal verstehen!“ sagte er und lächelte sie an. Petra dachte: „Gott, was für ein Lächeln. Petra! Pass auf! Du verliebst dich noch und landest in seinem Harem!“, und lächelte liebevoller, als sie wollte, zurück. Sie vergaß ihre Neugier und genoss seine Gesellschaft immer mehr. Es klingelte an der Tür und Soraya eilte, um sie zu öffnen. Petra hörte ein dumpfes Rumoren aus der Diele und dann betrat Rachids Vater Achmed die Wohnung. „ Sei mir herzlich willkommen, liebe Petra!“ Rachid ging ihm entgegen und sofort folgte Petra ihm, ohne nachzudenken. Rachid begrüßte seinen Vater mit Handkuss und Stirn und Petra tat es ihm gleich. „Sehr schön, dass Gas hat bei dem Mädchen schon gewirkt. Ich gebe ihr einen Befehl. Mal sehen, ob es schon geht?“ dachte Achmed. „Es wird bald dunkel. Wir essen zusammen Abendbrot und dann fahre ich dich nach Hause.“,sagte er. Jetzt erst merkte Petra, wie spät es war. „Ist es schon so spät, ich habe irgendwie die Zeit vergessen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie mich nach Hause brächten. Darf ich meinen Vater anrufen, damit er sich keine Sorgen macht?“, sagte sie. „Mach das und dann geh mit Soraya dich frisch machen. Ich möchte, dass du am Abendgebet teilnimmst.“ sagte er wie selbstverständlich und Petra fand das auch in Ordnung, seinen Wünschen zu folgen. Sie schilderte ihrem Vater kurz die Situation und er war beruhigt. Petra folgte Soraya ins Bad, wo sie den Schleier, die Socken und die Handschuh auszog und mit den rituellen Waschungen begann. „Mach mir alles nach, dann machst du es richtig.“sagte sie Petra, die sie sprachlos anstarrte. „Was ist los, Petra. Was starrst du mich so an?“ „Entschuldige, es ist dein Aussehen. Ich hätte unter dem Schleier keine so schöne Frau erwartet.“ antwortete Petra. Soraya lachte: „ Bei Allah, das habe ich ewig nicht mehr gehört. Deshalb verschleiern wir gläubigen Muslimahs uns, wir sind für unseren Mann schön und wollen untereinander gleiche Schwestern sein. Wir helfen einander und konkurrieren nicht.“ Petra nickte und versuchte es Soraya gleich zu tun. Jetzt sah sie auch Mahmud wieder. Er lag in einem Dreiecktuch an der Brust seiner Mutter. Durch eine andere Tür gingen sie in das Frauenzimmer. „Hier hat kein Fremder Zugang, deshalb brauche ich mich hier nicht zu verschleiern. „Es wäre schön, wenn du einen Gebetsschleier während der Gebete trägst. Es ist kein Zwang, du wärst mir nur näher, wie eine Schwester, verstehst du?“ „Du meinst ich soll mich verschleiern?“ „Nein, nur Haare und Körper bedecken.“ „Geht in Ordnung, Soraya.“,sagte Petra und lächelte sie an. Mit wohlwollenden Blick wurden sie von den Männern empfangen. Zu Petras Verwunderung verließen sie die Wohnung und gingen in die gegenüberliegende. Hier war alles vom feinsten und teuren. Sie betraten den Gebetsraum. Dort knieten sie sich zum Gebet. Achmed sagte: „Du kennst unsere Gebete noch nicht. Es reicht, wenn du kniest und an Allah denkst, so wirst du ihm gefallen.“ Leise rezitierte Achmed die Gebete und Petra spürte, wie es ihr warm ums Herz wurde. Nach dem Gebet erhob Soraya sich und verließ mit Petra die Männer, um zurück zu gehen. In der Küche frug Soraya sie, ob sie ihr bei der Zubereitung der Mahlzeit helfen möchte. Als alles fertig war, luden sie das Essen auf einen Servierwagen. „Hast du Lust Rachid zu bedienen? Ich bediene dann Achmed. Du musst mir nur alles nachmachen.“ Etwas überrumpelt nickte sie nur. So kniete sie bis auf Hände und Gesicht verschleiert vor ihrem Klassenkameraden und bediente ihn. „Wie seltsam! Es macht mir Spaß Rachid zu bedienen. Hoffentlich mach ich alles richtig.“,dachte sie und konzentrierte sich darauf Soraya zu beobachten. Als die Männer satt waren standen sie auf und bedankten ich bei den Frauen für das gute Essen und ihre Dienste. Petra war von dem Lob so beeindruckt, dass sie gar nicht merkte, wie Soraya abdeckte. „Komm, wir gehen zu mir, dann können wir auch essen.“ Im Frauenzimmer setzten sich zum Essen und aßen und tranken dankbar die schon kalten Reste. Dann folgte Petra Soraya in die Küche und half ihr beim Sauber-machen. Mahmud meldete sich und Petra durfte ihn auf ihrem Schoß füttern. Achmed kam rein und sagte: „Es wird Zeit. Ich hole das Auto, wenn ich da bin, hupe ich und Rachid bringt dich runter.“ Nach fünf Minuten hupte es. Schnell verabschiedete sie sich von Soraya in dem sie mit ihrer Stirn ihre berührte. „Behalt den Schleier, ich schenke ihn dir.“, sagte Soraya zum Abschied. Dann folgte sie Rachid, wie selbstverständlich, mit drei Schritten Abstand. Rachid sagte: „Du hast richtig Eindruck auf meine Familie gemacht. Soraya will dich unbedingt wiedersehen und Vater war von deiner Bescheidenheit zu tiefst beeindruckt.“ „Ja, es war richtig schön bei euch. Ich vermisse schon jetzt den kleinen Mahmud.“erwiderte sie. Dann waren sie auf der Straße, Rachid öffnete ihr die Fondtür und sie stieg hinten ein. Es war eine stille Fahrt. Petra fand es irgendwie falsch ihn anzusprechen und Achmed unterhielt sich grundsätzlich nicht während der Fahrt, vor allem nicht mit Frauen. Bei Petra zu hause angekommen, sagte Achmed: „Ich muss noch mit deinem Vater sprechen.“ ging voran und klingelte bei Meisers. Das Petra einen Schlüssel hatte interessierte ihn nicht. Aus der Sprechanlage erklang ein: „Ja,bitte.“ „Herr Meiser hier ist Achmed Kadir. Ich bringe Ihnen Ihre Tochter und bitte Sie, um ein kurzes Gespräch. Der Summer öffnete die Tür und Achmed trat ein. „Welche Etage?“ frug er kurz. „Die dritte. Es gibt einen Aufzug.“, antwortete sie schnell. „Unsinn, drei Etagen mit dem Aufzug. Bleib hinter mir.“, befahl er. Mit schnellen Schritten ging er die Treppen hoch, ohne aus der Puste zu geraten. Im Gegensatz zu Petra, sie musste schon nach der zweiten schnaufen. An der Wohnungstür angekommen, begrüßten sich die Männer und Herr Meiser bat ihn einzutreten. Hinter ihnen stand eine nach Luft japsende, in ihrer Abaya schwitzende Petra. „Sie sollten ihrer Tochter die Benutzung eines Aufzugs verbieten, damit sie mal ein bisschen Kondition kriegt.“ schlug Achmed grinsend vor. „Kommen Sie erst mal herein. Und du Petra hast es gehört: „Kein Aufzugfahren mehr!“ Beide Männer lachten. Petra war gar nicht zum lachen zu Mute. Beschämt nahm sie Achmeds Hand, küsste sie, berührte sie mit der Stirn und lief mit hochrotem Kopf in ihr Zimmer. Herr Meiser schaute verwirrt sein Gegenüber an. Doch der schüttelte nur mit den Achseln. „Warum ich mit Ihnen sprechen möchte Herr Meiser ist: Haben sie Interesse an einen Job?“ „Wie, bitte. Ob ich einen Job brauche? Aber sicher! Um was handelt es sich?“ „Finanzkontrolle und Organisation unserer Immobilien in Vollzeit.“ „Ich habe schon ähnliche Arbeiten ausgeführt, immer mit Topzeugnissen, aber leider nur befristet.“ „Das ist uns alles bekannt. Wir recherchieren selbst und verlassen uns nicht auf Ämter. Wir reden nicht von Ihrer sicher vorhandenen Qualifikation, sondern wie tolerant sind sie gegenüber anderen Religionen und Anschauungen. Könnten Sie sich vorstellen, in einer muslimischen Organisation zu arbeiten?“ „Als Moslem?“ „Nein, im Islam gibt es keinen Zwang.“sagte Achmed und dachte: „Aber Gas.“ „Wenn Sie Interesse haben, kommen Sie Morgen früh um 11:00 Uhr bei mir vorbei.“ Er reichte ihm seine Karte und verabschiedete sich. Petra hatte geduscht und von dem Gespräch nichts mitgekriegt. Wie jeden Abend ging sie vor dem zu Bett gehen zu ihrem Vater. „Was wollte Herr Kabir von dir?“, frug sie gerade heraus. „Er hat mir einen Job angeboten!“ „Was? Das ist ja fantastisch! Einen richtigen Vollzeitjob?“ „Einen richtigen Vollzeitjob, ja. Aber, ich weiß nicht. Er sagte, es sei eine muslimische Organisation. Was meinst du?“ „Von wie vielen nicht islamischen Organisationen bist du in den letzten Jahren betrogen und ausgebeutet worden? Eine ordentliche Arbeit zu anständigen Konditionen solltest du nicht in den Wind schlagen. Zur Not werden wir halt Moslems.“ sagte sie lachend. „Schlaf gut mein kluges Kind. Ich werde auf dich hören. Morgen um 11:00 Uhr werde ich bei Herrn Kabir sein.“

 

Teil 2

 

 

 

 

 

 


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