Seife: Teil 13

Teil 12

Peterson:

„Setze dich und erzähle mir bitte ganz besonders genau, was du heute erfahren hast.“ sagte ich zur Hochstetter. Sie machte in ihrer islamischen Kleidung wirklich eine hübsche Figur. Zum ersten Mal fiel mir auf, wie schön sie war. Sie würde selbst noch in einem Kohlesack toll aussehen. Um festzustellen, wie gut Arslans Stichwort-Progammierung funktionierte, ließ ich sie mir ihren eigentlich belanglosen Nachmittag haarklein schildern.

„Schön, du hast dich dort sehr ordentlich eingeführt.“,lobte ich. Ich duzte sie, doch es machte ihr scheinbar gar nichts aus. „Ich habe mich entschieden dich in meine Pläne einzuweihen. Sie werden dich vielleicht schockieren, aber deine Loyalität ist mir ganz besonders wichtig und das du auf meiner Seite bist ist mir auch ganz besonders wichtig. Darf ich mit dir rechnen?“

„Ich habe mir schon immer eine größere Nähe zu Ihnen gewünscht. Ich glaube an Sie und, wenn Sie möchten, werde ich Ihnen immer zur Seite stehen, es ist mir eine ganz besondere Ehre.“ Jetzt programmierte sie sich schon selbst, wie es geplant war. Ich stand auf und zog sie in meine Arme.

„Du machst mich ganz besonders glücklich, liebe Veronika.“ Ich spürte, wie sie in meinen Armen vor Glück zitterte und ich musste sie ein wenig halten, denn ihr schienen die Beine weich zu werden. Sanft entließ ich sie in ihren Stuhl.

„Du hast bestimmt auch schon bemerkt, wie ermüdend und sinnlos unser Job geworden ist. Ich habe keine Lust mehr für diese inkompetenten Politkasper zu arbeiten. Eigentlich hatte ich vor den Dienst zu quittieren, doch dann lief mir der Imam Ibrahim Arslan über den Weg. Er ist ein ganz besonderer Mann, der bald in diesem Land eine wichtige Persönlichkeit sein wird. Ich habe mich entschlossen, ihn zu unterstützen. Ich glaube, er könnte es schaffen, dieses korrupte Politikergesindel abzuschaffen, das Land zu kurieren, damit es wieder seine Pflichten gegenüber seinen Bürgern nach kommt. Ich wäre ganz besonders froh, wenn du auch so denken würdest.“

„ Sie waren mir schon immer ganz besonders wichtig, wenn ich so darüber nachdenke, viel wichtiger als dieser Job. Darf ich fragen, wie Sie sich meinen zukünftigen Dienst vorstellen?“

„Was du wünschst, ist mir ganz besonders wichtig.“ Sie sollte glauben, dass alles ihre Idee sei. Sie wurde rot, schluckte, sie schien ihren ganzen Mut zu sammeln. „Ich wünschte, ich dürfte als Ihre Ehefrau Ihnen zu Diensten sein, Herr Peterson. Es wäre mir eine ganz besondere Ehre. Bitte sagen Sie mir, was ich tun muss. Ich werde Sie sicher nicht enttäuschen.“sagte sie schüchtern.

„ Dann komm zu mir!“ sie stand unschlüssig auf und ich zog sie auf meinen Schoß und hielt sie fest in meinen Armen. „Du sollst meine Frau werden. Willst du dich mir unterordnen, mir ganz besonders hingebungsvoll dienen, mir ein ganz besonders gehorsames und unterwürfiges Weib sein. Dann musst du zum Islam konvertieren und eine ganz besonders sittsame Muslimah werden.“

Sie sagte: „Ich war immer darauf stolz, eine emanzipierte Frau zu sein. Eigentlich machte mich das nur einsam. Wieviele Nächte saß ich in meinem Appartement und träumte von der Liebe. Doch hier und jetzt schmeiße ich mein altes Leben fort und beginne ein neues als dein gehorsames Weib. Ich will mich ganz besonders anstrengen eine gute Muslimah zu sein.“

„Gut! Meine Liebe, ich bringe dich jetzt erstmal vorläufig in der Madrasa unter. Das ist ein ganz besonders  guter Ort, um dich in deinem neuen Glauben zu unterweisen.“

„Ich werde hingehen, wohin auch immer Sie möchten, Herr Peterson!“,sagte sie voller Freude und drückte ihren seidenen Kopf in meine Schulter.

Der Imam:

Besser kann es gar nicht laufen, gleich kommt Peterson mit der Hochstetter. Sie hat genau so reagiert, wie wir erhofft haben. Auf der einen Seite wird sie jetzt eine gehorsame mulimische Ehefrau, auf der anderen Seite bleibt sie eine tüchtige intelligente Agentin – nur halt jetzt in unserem Dienst. Ah! Da sind sie auch schon.

„Salam Alaikum, Bruder Peterson,“ ich ignorierte die Hofstetter, „was kann ich für dich tun?“ „Ich wollte dir eine neue Konvertitin und mein zukünftiges Weib vorstellen. Wie gefällt sie dir?“ „Ich muss sagen, ein ganz besonders schönes Weib hast du da gefunden.“ Verlegen versteckte sie sich hinter Petersons Rücken. „Geh schon mal vor in die Moschee,Weib, da kannst du gleich die Shahada sprechen. Ich schicke Selima schnell in den Frauentrakt, das ist wieder ein ganz besonders schönes Ereigniss für die Frauen. Komm Bruder, wir trinken etwas Tee, bis die Frauen fertig sind.“ Wir gingen in meine Wohnung. „Selima, sage den Frauen, dass eine neue Schwester heute in der Moschee ihre Shahada spricht und Kamila soll uns Tee bringen.“befahl ich. „Du hast eine zweites Weib, Moment Kamila, ist das nicht die kleine Böhm?“ „Stimmt! Nur ist sie nicht mein Weib – noch nicht. Sobald ihre Familie konvertiert ist, wird sie mein zweites Weib. Vorerst soll sie lernen, was es heißt mir ein gutes Weib zu sein.“ Ein schwarzer Geist betrat, nein es glitt fast geräuschlos in das Wohnzimmer und servierte stumm den Tee, dann wandte es sich um und entzündete für uns Hashish in der Shisha. Bis auf ein leises Rascheln ihrer Kleider nahm man nur einen Schatten von ihr wahr. Peterson schaute fasziniert zu und ich sagte: „Bruder, es gehört sich für einen Muslim nicht eine fremde Frau anzustarren!“ „Entschuldige, aber es ist schon bemerkenswert, wie sich die Frauen in deiner Obhut verändern.“ „Lob sei Allah, ich rette doch nur ihre unsterblichen Seelen!“sagte ich ernst. „Wir müssen wohl noch etwas an unseren Freund arbeiten.“,dachte ich. Nachdem Selima uns Bescheid gab, dass alles vorbereitet ist, gingen wir zur Moshee. Dort warteten schon die Frauen – nun eigentlich schwarze, identische Konen – auf uns. Vor ihnen stand die Hochstetter. Natürlich auch als schwarzer Geist. Den Frauen war es nur bei wichtigen Ereignissen erlaubt, sich als Niqaabi vollständig zu verschleiern, solange es in der Bevölkerung noch Widerstände gegen den Islam gab. Wir setzeten uns und ich sprach: „Liebe Schwester kommst du aus freien Stücken, ohne Zwang zu uns um dein Glaubensbekenntnis für den Islam zu proklamieren? Dann antworte jetzt mit ich will!“  „Ja, ich will!“ „Du weißt, dass du eine ganz besondere Muslimah sein musst. Du heißt ab jetzt Faizah, die Siegreiche. Du wirst als Weib unseres Bruders Peterson ganz besonders wichtige Aufgaben erfüllen müssen! Bist du bereit? Dann wiederhole, was ich gesagt habe in der dritten Form sächlich!“

„Es heißt Faizah, es muss ganz besonders wichtige Aufgaben als Weib des Bruders Peterson erfüllen!“ „Dann sprich mir jetzt die Shahada nach!“

Danach schloßen sie vor Allah die Ehe. Wir Männer gingen zurück zu unserem Tee und die Frauen zogen sich zurück in den Frauentrakt, um ein wenig zu feiern.

Teil 14


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