Seife: Teil 28

Teil 27

Christine und Max:

„Gott, bin ich sauer! Du hast einfach keine Eier! Immer wieder versprichst du mir, dass du dich scheiden lässt. Okay, deiner Alten gehört der Laden, aber du bist in deinem Job absolute Spitze und wir haben sämtliche Kundendaten. Wir könnten sofort ein Konkurrenzunternehmen gründen und deine Frau guckt dumm aus der Wäsche. Die konnte doch nur erben. Die kann Geld ausgeben, aber bestimmt nicht verdienen!“, sagte ich zum tausendsten mal. Wir saßen in seinem Büro, um über unser weiteres Vorgehen abzustimmen. Seit zwei Jahren waren wir ein Paar, heimlich, denn er war verheiratet und wir beide arbeiteten für sie.

Er hatte ihr Geschäft ins Internet ausgelagert und sie damit vor einer Pleite bewahrt.

Als sie das Geschäft von ihrem Vater erbte, war es ein gut sortierter Mode-Discount mit vielen gut besuchten Filialen. Das Internetgeschäft hatte Madame verpennt, ihr war es wichtiger auf dem Golfplatz, als in der Firma zu sein. Max, damals bis über beide Ohren in sie verliebt, kam ihr gerade recht, als Retter in der Not und als dekorativen und vorzeigbaren Ehemann, der von ihr finanziell abhängig war. Alles das wusste er, aber er kam einfach nicht von ihr los. So sehr er mich auch liebte.

Ein Großteil der Filialen mussten wir schließen, um den Rest zu retten. Heute läuft das Geschäft wieder fantastisch gut und wir wollen einen neuen Kundenstamm akquirieren, die immer größer wachsende Gemeinde der Muslims. Wir wollen das Geschäft inoffiziell, ohne dass Madame etwas weiß, durchziehen. Vielleicht ein erster Schritt in eine unabhängige Selbstständigkeit und zu seiner Scheidung. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Er sagte: „Es wird Zeit, wir haben einen Termin beim Sheik Achmed Kabir. Wir sollten ihn nicht dadurch verärgern, dass wir zu spät kommen.“

Beim Sheik:

„Madame, liebste Freundin, schön, dass du Zeit für mich hast. Ich muss dich dringend über einige Missstände in deiner näheren Umgebung informieren, doch wir wollen uns zuerst setzen und einen Tee gemeinsam trinken.“

„Ja, wie sagst du immer so schön: Nichts kann so eilig sein, als das keine Zeit für ein Tässchen Tee trinken wäre.“,sagte sie.

„Die Bruderschaft steht tief in deiner Schuld. Durch die Übernahme deiner Filialen in den Einkaufsstraßen haben wir großartige Erfolge für unsere Sache erzielt.“ ,erwiderte der Sheik.

„Ihr könnt euren Glauben weiter unter die Menschen bringen und dafür fertigt ihr für mich zu Top Konditionen in euren Schneidereien. So bekommen beide, was sie brauchen. Aber die Freundschaft zu dir und Soraya ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen.“,sagte Madame.

Soraya betrat das Wohnzimmer und brachte den Tee. Die Frauen begrüßten sich herzlich und Madame fragte: „Du trägst keinen Schleier, was ist passiert?“

„Eine neue liberalere Politik hilft uns weiter, als das Festhalten an allzu strengen Regeln. Wir Frauen wollen uns  mehr engagieren, da ist ein Niqab zur Zeit eher hinderlich.“ sagte Soraya.

„Wow, wenn ich jetzt noch die Frauenkleidung für euch entwerfen darf, komme ich mit ins Boot.“ sagte Madame.

„Dann würdest du konvertieren? Achmed gib ihr den Auftrag, damit ich eine neue Schwester begrüßen darf.“ Soraya lachte.

„Es ist vielleicht gar nicht so abwegig, zur Zeit suche ich nach etwas, dass meinem Leben mehr Sinn gibt. Genug von mir! Achmed erzähl mir deine Horrorgeschichte.“

„Glaube mir, es fällt mir nicht leicht. Es geht um deinen Mann und ums Geschäft.“ ,sagte Achmed.

„Wenn du mir erzählen willst, dass er mich mit seiner Assistentin betrügt, dass weiß ich schon lange.“ Sie hatte Tränen in den Augen. Es war eine Mischung aus Wut und Traurigkeit. Soraya rückte zu ihr und streichelte sie tröstend.

„Das ist leider noch nicht alles. Er und seine Assistentin haben in einer Stunde mit mir ein Geschäftsgespräch. So wie es aussieht, wollen sie dich hintergehen.“

„Genug, ich habe genug von diesem Eier- und Hirnlosen Schönling. Ich lasse mich scheiden.“ schimpfte Madame.

Davon würde ich dir dringend abraten, Madame. Es könnte dich ruinieren und wir verlieren eine unserer besten Partner. Meinst du es ernst? Bist du dir hundert Prozent sicher, dass du die Ehe auflösen willst? „fragte der Sheik.

„Was für eine Ehe, wenn der Schmarotzer mitsamt seiner Schlampe weg ist, habe ich zwei Pickel weniger am Arsch.“ brauste sie auf.

„Du bist mir im Moment zu aufgebracht, geh mit Soraya in den Frauentrakt und warte, bis ich dich rufe! ,befahl Achmed und glücklich einen so guten, fürsorglichen Freund zu haben, gehorchte sie.

„Ich liebe diese Frau. Ich muss sie beschützen. Bald soll sie meine zweite Frau werden, Inshallah!“, dachte Achmed.

Im Frauentrakt, in Sorayas tröstenden Arme, lies Madame alle Hemmungen fallen und weinte bitterlich.

 

Max mit Assistentin:      

„Willkommen in meinem Haus, Herr Reimann! Treten Sie ein. Oh! Sie haben ihre Sekretärin mit gebracht. Das trifft sich aber gut! Sie müssen wissen mein Weib Soraya ist leider nicht zu Hause. Da kann ihre Sekretärin uns Tee kochen, nicht wahr?“

„Ich bin nicht seine Sek…“, wollte Christine klarstellen, doch Max fuhr ihr über den Mund und sagte: „Ja, selbstverständlich! Meine Sekretärin kocht einen ganz hervorragenden Tee. Wo finden wir denn die Küche?“

„Den Flur ganz runter geradeaus.“ ,sagte der Sheik, ließ die beiden stehen und ging mit einem breiten Grinsen ins Wohnzimmer.

Über einen Monitor konnten Madame und Soraya vom Frauentrakt aus alles mitverfolgen. Madame‘s Laune verbesserte sich bei dieser Szene schlagartig.

Sie sahen wie Christine wutentbrannt in die Küche stürmte, Max hinter sich her trottend, und als sie die Tür hinter sich schloss: „Wie konntest du nur: Meine Sekretärin kocht einen ganz hervorragenden Tee. Unverschämtheit, ich bin eine studierte Frau und keine Dienerin. Der Typ hat mich noch nicht einmal begrüßt. Wir fahren sofort nach Hause!“

„Christine, bitte, beruhige dich. Tu einfach, was er verlangt, damit ich das Geschäft unter Dach und Fach kriege. Schließlich wollen wir doch heiraten!“

Das saß. Sofort fing sie sich und sagte: „Verdammt, kümmere dich um das Arschloch und ich koch den Tee.“

Schnell lief Max zum Sheik, um ihm noch tiefer in den Arsch zu kriechen.

Während die Frauen weiter Christine beobachteten, die verzweifelt die Utensilien zur Teebereitung suchte und die Soraya vorher gut weggeräumt hatte, ließ Soraya eine großzügig dosierte Menge Gas in die Küche einströmen.

Madame fragte. „Liebes, was machst du da?“

„Ich gebe der Schlampe eine große Dosis Bewusstsein manipuliertes Gas zu schmecken.“sagte sie.

„Du machst mir Angst, was für teuflisches Zeug wird hier eingesetzt?“

„Das ist kein teuflisches Zeug, sondern ein Segen für jede degenerierte westliche Frau. Es versetzt uns Frauen in die Lage, eine gute salafistische Ehefrau zu werden. Ich bin eine westlich erzogene Deutsche, wie glaubst du, wie ich ein Leben als unterwürfige und gehorsame Dienerin meines Mannes führen kann und trotzdem die glücklichste Frau der Welt sein kann. Das Gas befreite mich von meiner dekadenten Prägung und lässt mich eine glücklich Ehe führen. Ich verstehe deinen Schrecken, doch einmal dieses Glück einer vollkommenen Ehe zu erleben, ist unglaublich schön. Denk doch nur mal an deine verkorkste Ehe. Entschuldigung, ich wollte das nicht sagen, es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe.“

„Schon gut, ich glaube ich erleide gerade einen kleinen ‚Clash of Kulture‘, lass uns das später noch besprechen, doch mach weiter. Ich will die Schlampe zappeln sehen!“

„Mit Freuden, liebste Freundin.“ und beide lachten über eine in einer fremden Küche herum irrenden Christine.

Währenddessen betrat Max das Wohnzimmer.

„Setzen Sie sich, während wir auf den Tee warten. Sie müssen wissen, dass ich kein Geschäft abschließe, ohne eine Tasse Tee getrunken zu haben.“

„Selbstverständlich, Herr Kabir.“

„Ich bitte darum, mich mit meinem Titel Sheik anzusprechen, wie es sich für einen Gast geziemt.“,verlangte er.

„Verzeihung! Ich bin nicht sehr in den Sitten ihres Landes bewandert.“ druckste Max.

„Nun, wenn Sie Geschäfte mit mir machen wollen sollten Sie diese Lücken unverzüglich schließen! Wo bleibt eigentlich ihre bescheuerte Sekretärin mit dem Tee?“

„Oh! Sie wird vielleicht Probleme haben in einer ihr fremden Küche alles zu finden, glaube ich.“

Max wurde der Hemdkragen immer enger. Er meinte schon Blut zu schwitzen.

„Sie sollten bei der Auswahl ihres Personals sorgfältiger vorgehen. Eine Sekretärin, die ihren Chef warten lässt, ist doch wohl ein Unding, oder? Ah, ich sehe gerade meine Weiber sind heimgekommen.“ Der Sheik drückte einen Knopf und sprach: „Kommt runter und kocht Tee. In eurer Küche hantiert eine absolut unfähige Sekretärin.“

Madame und Soraya hatten sich in der Zwischenzeit in schwarze Geister verwandelt, sie waren zwei identische Kuben.

Sie eilten in die Küche. Sie sahen eine völlig konfus, umher irrende Christine, die Gasdosis war vielleicht etwas zu stark.

„Wen haben wir denn hier? Was machst du in unserer Küche?“ fauchte Soraya sie an. Schweigend genoss Madame unter ihren Schleiern die Szene.

„Ich,ich sollte Tee für die Männer kochen, a..aber ich finde nichts.“ stotterte sie.

„Zu blöde, um Tee zu kochen mit euch hohlen Tussen kann man auch keinen Staat mehr machen! Verschwinde aus unserer Küche, wir bringen gleich den Tee!“

Teil 29


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